Stadt will Ausweisung für Gewerbe
Xscape-Fläche soll nicht weiß bleiben

Die Stadtverwaltung möchte die Xscape-Fläche an der A42/B235 im Regionalplan Ruhr als allgemeinen Siedlungsbereich festlegen lassen.
  • Die Stadtverwaltung möchte die Xscape-Fläche an der A42/B235 im Regionalplan Ruhr als allgemeinen Siedlungsbereich festlegen lassen.
  • Foto: Thiele
  • hochgeladen von Vera Demuth

„Wenn die Xscape-Fläche zur Verfügung stünde, würden wir sie ratzfatz vermarktet bekommen. Da haben wir keine Zweifel“, sagt Rajko Kravanja über das Areal im Bereich A42/B235. „Es gibt immer mal jemanden, der Interesse hat.“ Doch wenn Projektentwickler anfragten, „ob sie ein halbes Jahr den Daumen drauf halten könnten, um zu gucken, ob sie einen Investor finden, müssen wir sagen, dass das nicht geht, bevor der Flächennutzungsplan (FNP) nicht geändert ist.“

Denn auf dem städtischen FNP und im Entwurf für den Regionalplan Ruhr ist das Areal weiß gekennzeichnet und damit als Freifläche festgeschrieben. „Bevor wir etwas machen können, muss die Fläche eine Farbe haben“, so Kravanja. Das will die Stadtverwaltung jetzt angehen. In dieser und der kommenden Woche wird unter anderem im Bauausschuss und in der Ratssitzung über die Stellungnahme der Stadt zum Entwurf des Regionalplans Ruhr entschieden. In ihrer Stellungnahme, die bis zum Monatsende eingereicht werden muss, fordert die Stadt, dass die Xscape-Fläche künftig als allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) ausgewiesen wird. Bereits im Juni 2018 hatten die Mitglieder des Bauausschusses der Verwaltung den Auftrag für diese Forderung erteilt.

Mindestens drei Jahre

In einem ASB können sowohl Gewerbe angesiedelt als auch Wohnbebauung verwirklicht werden. Bis im Bereich A42/B235 etwas passieren könnte, dauert es aber. „Da reden wir von drei Jahren – mindestens“, schätzt Kravanja. Denn wenn die Xscape-Fläche im Regionalplan Ruhr als ASB ausgewiesen ist, muss im Anschluss die Änderung des städtischen Flächennutzungsplans folgen. Dann kann ein Bebauungsplanverfahren beginnen.
Bis dahin herrsche aber kein Stillstand, betont Kravanja. „Wenn wir es schaffen, da Bewegung herein zu bekommen, können wir parallel Projekte vorantreiben.“ Denn es brauche eine Fläche, die konkret zur Verfügung stehe, um mit einem Investor ins Gespräch zu kommen und verhandeln zu können.
Ziel sei es, die Xscape-Fläche so umzuwandeln, „dass wir alle Möglichkeiten haben“, sagt Kravanja. Ob das Areal dann in Zukunft für viele kleine Gewerbe oder eine große Ansiedlung genutzt werde, müsse der Rat entscheiden.

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