NRW streicht Gelder für die fachliche Begleitung
ZWAR-Gruppen sorgen sich um die Zukunft

Vor dem Düsseldorfer Landtag demonstrierte Renate Ludwig-Schmiemann (2.v.l.) mit 350 bis 400 Teilnehmern für den Erhalt der ZWAR-Förderung.
  • Vor dem Düsseldorfer Landtag demonstrierte Renate Ludwig-Schmiemann (2.v.l.) mit 350 bis 400 Teilnehmern für den Erhalt der ZWAR-Förderung.
  • Foto: Bildquelle: ZWAR
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In den ZWAR-Gruppen herrscht Unruhe und Verwirrung. Auch in Castrop-Rauxel. Der Grund: NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann will die Förderung für die Zentralstelle des NRW-Projektes "Zwischen Arbeit und Ruhestand" (jährlich etwa 600.000 Euro) zum Jahresende auslaufen lassen.
 Die Folge: Neu gegründete Gruppen würden während ihrer Aufbauarbeit keine kostenlose fachliche Begleitung erhalten. Das wollen etliche ZWAR-Engagierte nicht hinnehmen. So wie Renate Ludwig-Schmiemann aus Dorf Rauxel. Sie gehört der ZWAR-Gruppe Castrop-Rauxel-Mitte an, die erst im Oktober 2018 gegründet wurde.

"Das ist so eine sinnvolle Einrichtung. Sie bietet Kontakte gegen die Einsamkeit", unterstreicht die 66-Jährige die Bedeutung der ZWAR-Gruppe. "Bei der Gründung haben wir nicht nur an die Rentner gedacht. Man muss zwar etwas für die Älteren tun, aber auch die Jüngeren trifft es. Wenn die Automation weiter voranschreitet, müssen auch sie sich der Frage stellen, was nach dem Berufsleben kommt."

Und weil Renate Ludwig-Schmiemann überzeugt von der ZWAR-Arbeit und den Angeboten ist, hat sie in der vergangenen Woche mit drei weiteren Teilnehmern aus der Europastadt an einer Demo vor dem Düsseldorfer Landtag teilgenommen. Und dafür eigens ein Transparent angefertigt. Ihr Ziel: Die Fördergelder beizubehalten.

Die erste Castrop-Rauxeler ZWAR-Gruppe entstand bereits 2003 in Henrichenburg. 2018 kamen dann Castrop-Mitte und Obercastrop-Merklinde-Bövinghausen neu dazu. "Für diese beiden Gruppen wird die Begleitung wie geplant zu Ende geführt", versichert Ute Schünemann-Flake. Sie kümmert sich in der ZWAR-Zentralstelle in Dortmund-Marten unter anderem um die Castrop-Rauxeler Gruppen. "Zum Abschluss könnte ein Seminar oder Reflexionstag stattfinden, um Bilanz zu ziehen und die Aufgaben für die Zukunft zu benennen."

Im Fernsehen

Renate Ludwig-Schmiemann ist am Sonntag (5. Mai) in der TV-Sendung "Echtes Leben - Wege aus der Einsamkeit" zu sehen. Das erste Fernsehprogramm zeigt den Beitrag um 18.30 Uhr. "Das Team hat im Februar gedreht, auch in meiner ZWAR-Musikrunde", berichtet Ludwig-Schmiemann.

Auch die TV-Zeitschrift "Auf einen Blick" bringe einen Beitrag als Hinweis auf die Sendung.

Autor:

Lokalkompass Castrop-Rauxel aus Castrop-Rauxel

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