Fünf Flüsse auf einen Streich
Norbert Keymer und Karl-Heinz Teike unternahmen 13-tägige Radreise

An der Haustür ging es Norbert Keymer (l.) und Karl-Heinz Teike los.
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  • An der Haustür ging es Norbert Keymer (l.) und Karl-Heinz Teike los.
  • Foto: Keymer
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Norbert Keymer und Karl-Heinz Teike haben es wieder getan! Nach ihrer Radtour vor zwei Jahren, die sie nordwärts führte, ging es diesmal für die beiden Richtung Süden. Wieder sollten dabei Flüsse ihre Begleiter sein und, wenn möglich, radfahrerisches Neuland entdeckt werden.

"Beim Blick auf die Deutschlandkarte reihten sich wie an der Schnur gleich vier Flüsse aneinander, die wir auf diesen Flussabschnitten kaum oder gar nicht als Radfahrer kannten: Ruhr, Rhein, Mosel und Saar. Was aber noch spannender war, auf dem Hundsrück entspringt ein weiterer bekannter Fluss, die Nahe, den kann man von der Quelle bis zur Mündung entlangfahren", erklärt Norbert Keymer (76). "Und schließlich landeten wir da, wo wir unsere Radreise beenden wollten, wieder am Rhein. Der restliche Teil der Reise sollte nämlich mit einer Schiffsreise durch das Mittelrheintal und der anschließenden Rückfahrt mit dem Zug abgeschlossen werden. So war also unsere 'Fünf-auf-einen-Streich'-Reise, als die Fünf-Flüsse-Radtour 2020, geboren worden".

830 Kilometer "runtergestrampelt"

Rund 700 Kilometer wollten Keymer und sein Begleiter Karl-Heinz Teike (64) mit dem Rad in zwölf Etappen zurücklegen, gefahren sind sie dann aber sogar 830 Kilometer. Umleitungen, Umplanungen, aber auch spontane Neugierde verursachten ein deutliches mehr an "Strampelkilometern". "Dass die vielen Weinregionen, durch die wir gefahren sind, uns Biertrinker zu Weintrinkern bekehrt hätten, müssen wir verneinen. Vor Ort zum Abendessen war selbstverständlich heimischer Wein angesagt, aber um den hohen Flüssigkeitsverlust beim Radfahren auszugleichen, ist ein alkoholfreies Weißbräu besser geeignet als Weinschorle", erklärt Norbert Keymer.

Trotz Corona konnten die beiden eine reibungslose Radreise durchführen. "Die vorgebuchten Hotels waren geöffnet, und wir waren teilweise die einzigen Gäste dort. Die verschiedenen Schutzmaßnahmen, die zu berücksichtigen waren, gingen uns in Fleisch und Blut über. Das Wetter war gerade richtig, nicht zu warm, nur zweimal sind wir nass geworden. Die ausgewiesenen Radwege entlang der Flüsse Ruhr, Rhein, Mosel und Saar sind leicht zu befahren. Durch den Hunsrück und entlang der Nahe gibt es einige Steigungen, die wir mit unseren 'schwer' beladenen Rädern teilweise nur schiebend bewältigen konnten, war man mal aus dem Tritt gekommen."

Tolle Begegnungen mit Menschen

Gar nicht zu schaffen waren die Steilhänge an den Flüssen, wollte man zu einem besonderen Aussichtspunkt hochradeln. So war auch ein besonderes Highlight der Reise für Norbert Keymer und Karl-Heinz Teike nicht zu realisieren gewesen – die Saarschleife bei Mettlach vom Aussichtspunkt Cloef aus zu betrachten. "Aber wir hatten vor Ort am Flussufer der Saar eine eindrucksvolle Begegnung mit einem 86-jährigen Saarländer, er war pensionierter Schulleiter, und was dieser uns zu erzählen hatte, war mehr wert als der abgebrochene Aufstieg zum Cloef. Wie es überhaupt, neben den fantastischen Natur- und Landschaftseindrücken, auch immer wieder die angenehmen Begegnungen mit den Menschen auf der Tour waren, die uns die 13-tägige Radreise zu einem außergewöhnlichen Erlebnis haben werden lassen."

Übrigens, mit der Zahl fünf hatten es die beiden Radler wohl: Sie bewegten sich nicht nur an fünf Flüssen entlang, sondern durchquerten auch fünf Länder und besuchten mindestens fünf verschiedene Weinanbaugebiete sowie fünf große Kirchen, um Kerzen für die Daheimgebliebenen anzuzünden.

Infos für eigenen Planungen

Wer weitere Infos für eigene Planungen benötigt, kann Norbert Keyme über der ADFC Ortsgruppe Castrop-Rauxel (castrop-rauxel@adfc-kvre.de) erreichen.

An der Haustür ging es Norbert Keymer (l.) und Karl-Heinz Teike los.
Was für ein Ausblick ins schöne Moseltal! Die "Strampelkilometer" der Radler wurden oft mit landschaftlichen Aha-Erlebnissen belohnt.
Autor:

Claudia Prawitt aus Lünen

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