Gut für Körper und Geist
Dieter Selke (74) hält sich seit fünf Jahren mit Taekwondo fit

Dieter Selke (74) hat im Alter die Sportart Taekwondo für sich entdeckt.
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  • hochgeladen von Vera Demuth

„Bewegung ist alles im Alter. Sie ist wichtig, um am Leben teilhaben zu können“, sagt Dieter Selke (74). Seit gut fünf Jahren macht der Henrichenburger Taekwondo im Guwon-Ui-Son Sportverein Castrop-Rauxel, und seitdem geht es ihm viel besser. Daher lautet sein Rat an andere Senioren, ebenfalls Sport zu treiben.

Als Jugendlicher hat Selke Leichtathletik gemacht und ist geschwommen. „Aber nur als Hobby.“ Der Beruf hinderte ihn aber daran, weiter Sport zu treiben. Bis er vor mehr als fünf Jahren zum Taekwondo fand, nachdem ihn ein Bekannter darauf gebracht hatte.
„Ich kannte das gar nicht“, erzählt Dieter Selke, fühlte sich von der Kampfkunst jedoch sofort angesprochen. „Taekwondo ist sehr gut für Ältere geeignet, weil Geist und Körper gefordert werden.“ Gleichgewicht und Koordination stünden bei Taekwondo im Mittelpunkt, erläutert Christiane Heinzelmann, Geschäftsführerin von Guwon-Ui-Son. „Ältere Menschen haben oft Probleme mit dem Gleichgewichtssinn. Er wird durch Taekwondo geschult.“ Daneben werde die Konzentration trainiert. Auch Dieter Selke hat bemerkt, dass er durch den Sport seine Konzentrationsfähigkeit steigern konnte.
Kürzlich hat der 74-Jährige den 7. Kup abgelegt und trägt nun den gelb-grünen Gürtel. „Mit jeder Gürtelfarbe wird die Technik schwieriger“, erläutert er. Tul heißen beim Taekwondo die Bewegungsabläufe, die einstudiert werden. Besteht der erste aus 19 Bewegungen, sind es beim zweiten 21 und beim dritten bereits 24 Bewegungen. „Es wird stufenweise mehr“, so Selke.
Der Henrichenburger nimmt jeden Mittwochabend am Training der Ü30-Gruppe des Vereins Guwon-Ui-Son teil. „Man kann je nach Leistungsfähigkeit trainieren“, erklärt Selke. Mit seinen 74 Jahren ist er der älteste Teilnehmer der Gruppe. Jedoch gibt es im Verein einen Trainer, der bereits 80 Jahre alt ist und Kurse für Kinder leitet.

Weniger Schmerzen

Dieter Selkes nächstes sportliches Ziel ist der grüne Gürtel. „Das sind drei Techniken mehr“, sagt er. Für ihn ist es keine Frage, dass er weiter Taekwondo macht, denn die Kampfkunst hilft gegen seine Gelenkschmerzen. Vor sieben Jahren wurde bei Selke Gelenkrheuma diagnostiziert. Bevor er mit dem Sport begann, hatte er heftige Schmerzen. „Stufe 8 bis 9 in der Schmerztabelle. Jetzt ist es Stufe 2“, ist er sehr zufrieden.
Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen empfiehlt Dieter Selke, auch im fortgeschrittenen Alter noch mit einem Sport zu beginnen. „Keine Scham“, sagt er. „Ich kann nur jedem raten, nicht nur vor dem Fernseher zu sitzen.“
Mehr Infos zum Angebot des Vereins Guwon-Ui-Son gibt es unter www.guwon-ui-son.de.

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

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