Weit in der Luft
Segelflieger Klaus Plesser für seine Leistung ausgezeichnet

Segelflieger Klaus Plesser (4.v.r.) mit seiner Frau Claudia, Vertretern der Borkenberge Gesellschaft und des Luftsportclubs Castrop-Rauxel sowie Bürgermeister Rajko Kravanja (l.) bei der Verleihung des "Blauen Bandes".
  • Segelflieger Klaus Plesser (4.v.r.) mit seiner Frau Claudia, Vertretern der Borkenberge Gesellschaft und des Luftsportclubs Castrop-Rauxel sowie Bürgermeister Rajko Kravanja (l.) bei der Verleihung des "Blauen Bandes".
  • Foto: Demuth
  • hochgeladen von Vera Demuth

In den 1970ern ist Klaus Plesser mit seinem Segelflugzeug in einem Kornfeld hinterm Rathaus an der B235 gelandet, weil er keine Thermik mehr hatte, und hat es damit in die Zeitung geschafft. Mittlerweile macht der 68-Jährige mit seinen Überlandflügen von sich reden. Dafür wurde das Mitglied des Luftsportclubs Castrop-Rauxel jetzt ausgezeichnet.

854 Kilometer an einem Stück legte Klaus Plesser im vergangenen Sommer mit dem Segelflugzeug zurück. Und das nicht nur einmal. "Im Juli und August hat er innerhalb von 14 Tagen drei 800er hingelegt", erläuterte Jürgen Hahne, Vorsitzender der Borkenberge Gesellschaft, in seiner Laudatio. Für diese Leistung ehrte der Dachverband von neun Luftsportclubs Plesser am Montag (18. März) im Rathaus mit dem "Blauen Band".
Seit 1931 verleiht die Borkenberge Gesellschaft das "Blaue Band". Klaus Plesser ist der 15. Ausgezeichnete und der erste aus Castrop-Rauxel. "Darauf sind wir sehr stolz", sagte Bürgermeister Rajko Kravanja und bat Plesser, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.
Klaus Plesser wurde 1951 in Rauxel geboren. Als Zwölfjähriger kam er über einen Flugzeug-Modellbaukurs an der Volkshochschule zum Segelfliegen und ist seit 1967 Mitglied im Luftsportclub Castrop-Rauxel. Auch beruflich hatte es ihm das Fliegen angetan. Nach einem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik schulte er zum Flugzeugführer um und flog Linienmaschinen.

"Ich steige nur ins Flugzeug, wenn es sich lohnt."

Nun als Rentner verbringt Plesser etwa 150 bis 180 Stunden pro Saison, die von April bis August geht, in seinem Segelflugzeug, das eine Spannweite von 18 Metern hat. Seine Leidenschaft gilt dem Streckenflug. "Viele meiner Flüge sind um die 500 Kilometer lang", berichtete er. "Ich steige nur ins Flugzeug, wenn es sich lohnt." 1.300 bis 1.700 Meter hoch schwebt er dann von Borkenberge aus über Deutschland – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 95 bis 100 Stundenkilometer.
Acht bis zehn Stunden ist Klaus Plesser in der Luft, wenn er 800 Kilometer und mehr zurücklegt. "Das ist auch eine sportliche Leistung", würdigte Jürgen Hahne von der Borkenberge Gesellschaft die hohe Konzentrationsfähigkeit Plessers, die damit verbunden ist. Der Segelflieger selbst, der heute in Duisburg lebt, macht dafür zudem seine jahrzehntelange Erfahrung verantwortlich. "Ich bin über die vielen Jahre zu diesem Ergebnis gekommen." Daneben müsse man Spaß dran haben und sich gern mit Meteorologie, Aerodynamik und Flugtaktik beschäftigen.

Autor:

Vera Demuth aus Stadtspiegel Bochum / Wattenscheid

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