Bergfest am Bach

Die Emschergenossenschaft lud Anwohner zum Bergfest an die Schulstraße ein, um mit ihnen über den fortgeschrittenen Umbau des Deininghauser Baches zu sprechen.
  • Die Emschergenossenschaft lud Anwohner zum Bergfest an die Schulstraße ein, um mit ihnen über den fortgeschrittenen Umbau des Deininghauser Baches zu sprechen.
  • hochgeladen von Nina Möhlmeier

„In der Verrohrung gibt‘s weder Natur noch Sonnenlicht. Alles, was sich an Leben an den oberirdischen Abschnitten angesammelt hat, stirbt hier ab“, erklärt Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft. Und so entstand die Idee des offenen Gewässertroges. Diese wird seit 2009 an der Schulstraße in die Tat umgesetzt - hier baut die Emschergenossenschaft den Deininghauser Bach an der Schulstraße um.
Der Trog ist 4,20 m breit und bis zu 3,5 m tief - und er ist ein echtes Novum. Fast. „Einen offenen Gewässertrog gibt es bisher nur einmal im Emschertal“, sagt Abawi und spricht damit auf den Hörder Bach am Phoenix See an. Und auch in Rauxel soll es dann 2013 soweit sein. Die Bauabschnitte 1 (Bahnhofstraße bis einschließlich Clemensstraße) und 2 (Clemensstraße bis hinter die Florianstraße) sind abgeschlossen, berichtet Abawi über die Maßnahmen des 9,9 Millionen teuren Projekts. Rund 3,8 Millionen kommen von der EU.
Phase 3 (beginnt hinter der Florianstraße bis einschließlich Maxstraße) ist aktuell im Bau und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Ein Jahr länger dauert Phase 4 (beginnt an der Maxstraße und geht bis in den Bereich Kunostraße). Und zu guter Letzt dann der fünfte Bauabschnitt (der Trog macht einen Knick Richtung Moritzstraße), der im Herbst angepackt und bis Ende 2012 fertig gestellt sein soll. Anschließend folgen Wiederherstellungsarbeiten.
Auf einer Länge von 500 Metern wird der Deininghauser Bach an der Schulstraße offengelegt. Rund 20.000 Kubikmeter Erde werden bewegt, 12.500 davon entsorgt. Lärm und Dreck gehören zum Alltag der Anwohner. „Bei uns gibt‘s keine andere Maßnahme, bei der man so dicht an den Häusern dran ist“, weiß Abawi um die Situation.
„Aber wenn wir weg sind, ist Sonnenschein“, blickt er schon einmal nach vorn. Mit der Renaturierung des Gewässers soll das Viertel aufgewertet und attraktiver gestaltet werden. Und es wird neue Nachbarn geben. Viele von ihnen stehen auf der Roten Liste. Forscher, die den Deininghauser Bach genau unter die Lupe nahmen, um die Artenvielfalt in dem beim Emscherumbau renaturierten Gewässer festzustellen, konnten in Bach und Umfeld 419 Tier- und Pflanzenarten nachweisen.

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