Dialysezentrum wird nach Datteln verlegt

Vorübergehend müssen Dialysepatienten nun nach Datteln. Foto: Schwert / pixelio
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Müssen die rund 65 Castrop-Rauxeler Dialysepatienten, die seit 2007 im Dialysezentrum des Medical Parks Ruhr am Europaplatz zur Blutwäsche gehen, ab Donnerstag (2. Januar) nach Datteln ausweichen? Dies kündigten die Ärzte Wilfried Hetmanczyk und Dr. Klaus Tamm am 20. und 21. Dezember an, und seitdem schlagen die Wellen hoch. Mittlerweile haben die Patienten Anzeige wegen vorsätzlicher Nötigung gegen die Ärzte gestellt.

„Wir haben uns von Herrn Vallomtharayil getrennt“, erklärt Hetmanczyk. Vor zehn Jahren hätten er und sein früherer Partner mit Thomas Vallomtharayil, dem Geschäftsführer des Medical Parks Ruhr, einen Vertrag abgeschlossen. Als Klaus Tamm vor drei Jahren neuer Partner wurde, habe er den Vertrag jedoch nicht unterschrieben. „Wenn ich ausscheide, läuft der Vertrag also aus“, sagt Hetmanczyk, der zum Jahresbeginn nicht mehr Partner sein wird.
Er werde aber noch Vertretungen übernehmen, bis am 1. April sein Nachfolger in die Praxis an der Bahnhofstraße einsteigen werde.
Auch zurzeit vertritt er Klaus Tamm, denn der ist seit einem Überfall vor seinem Haus in Witten am 23. Dezember krankgeschrieben. Für Hetmanczyk besteht „ganz klar ein Zusammenhang“ zwischen dem Überfall und der Schließung des Dialysezentrums: „Der Täter hat nichts gestohlen, sondern Dr. Tamms Portemonnaie und Arzttasche zurückgelassen.“ Die ermittelnde Polizei Bochum könne einen Zusammenhang zurzeit jedoch nicht bestätigen, sagt Pressesprecher Volker Schütte.
In den letzten Jahren erfolgte die Behandlung der Patienten im Medical Park Ruhr und im Dattelner St. Vincenz-Krankenhaus. Die neuen Räume neben dem Hospital bezeichnet Hetmanczyk „als Provisorium für einige Monate“. Eigentlich habe man ins Obergeschoss des Mollenhauses (Edeka Gronemann) an der Dortmunder Straße ziehen wollen. „Wir haben schon vor Monaten einen Bauantrag gestellt, aber die Stadt tut sich schwer.“
Der vorübergehende Betrieb in Datteln sei von der Kassenärztlichen Vereinigung genehmigt worden. Ab dem 2. Januar könnten die 65 Castrop-Rauxeler und 35 Dattelner Patienten dort betreut werden. „Die Ausstattung ist schon längst installiert“, so Hetmanczyk. Außerdem würde mindestens die Hälfte des Personals mitkommen.
Geschäftsführer Thomas Vallomtharayil dagegen geht davon aus, dass die Patienten 2014 weiterhin zur Blutwäsche zum Medical Park Ruhr kommen können. „Sie haben sich zusammengetan und ein Schreiben aufgesetzt, dass sie in Castrop-Rauxel bleiben wollen.“ 90 der 100 Betroffenen hätten unterschrieben. „Die Patienten haben einige Rechte. Die kann ihnen niemand wegnehmen“, sagt er.

Autor:

Vera Demuth aus Stadtspiegel Bochum / Wattenscheid

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