Ein Schulgarten am EBG

Werkeln für den Schulgarten: Schülerinnen der siebten Klasse am Ernst-Barlach-Gymnasium schrauben Bretter für die Hochbeete zusammen. Das Projekt wird durch Mittel von Gelsenwasser und Rütgers finanziert.
  • Werkeln für den Schulgarten: Schülerinnen der siebten Klasse am Ernst-Barlach-Gymnasium schrauben Bretter für die Hochbeete zusammen. Das Projekt wird durch Mittel von Gelsenwasser und Rütgers finanziert.
  • hochgeladen von Sascha Ruczinski

Sie sind noch sehr jung, und doch schenken sie ihrer Schule ein grünes Stück Erholung: 22 Schüler der siebten Klasse gestalten am Ernst-Barlach-Gymnasium einen Schulgarten.

Das Ernst-Barlach-Gymnasium gibt es zwar schon seit 1885, doch der jetzige Standort an der Lunastraße wurde erst Anfang der 1960er Jahre erbaut. Die Gebäude des ehemaligen Mädchengymnasiums – erst seit 1970 werden hier auch Jungen unterrichtet – sind von einer für die Zeit typisch schmucklosen Architektur geprägt.

Doch Castrop-Rauxel trägt nicht umsonst den Beinamen „Europastadt im Grünen“. Bereits vor einem Jahr gestalteten Schüler der fünften und sechsten Klasse den schuleigenen Teich neu. Nun sind es die Siebtklässler, die auf dem Schulgelände einen Garten anlegen.

Montagnachmittag finden für die Schüler der Klasse Sieben die sogenannten Neigungskurse statt. Da gibt es den Schachkurs, eine Theater-AG, die Schülerzeitung – und eben den Neigungskurs Schulgarten.

„Da dürfen die Kinder alles machen, was sie möchten“, sagt Ulrike Kuhlmann. Die Biologielehrerin leitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Tanja Wojczak den Kurs. Von der Schule ist den Kindern ein Stück Grünfläche zur Verfügung gestellt worden. Hier planen sie die Gestaltung der Fläche.

„Was sich die Kinder wünschen“, erklärt Kuhlmann, „sind zwei Hochbeete mit Bänken dazwischen.“ Ebenfalls auf dem Wunschzettel steht eine Kräuterspirale. Die Lehrerin zeigt sich von ihren Schülern begeistert: „Die Kinder haben viele Ideen.“

Zunächst haben die Nachwuchsgärtner das Gelände vermessen. „Und wir haben Skizzen erstellt“, erläutert Celina (12). Anschließend haben die Schüler die umliegenden Hecken zurechtgeschnitten und die Gehwegplatten gesäubert. Die Bretter für die Hochbeete wurden mit Holzöl bestrichen, um sie vor der Witterung zu schützen. „Heute“, erklärt Antonia (12), „bauen wir die Hochbeete und ein Willkommensschild.“ Die aus den Brettern gefertigten Kästen für die Hochbeete werden später mit Blumenerde gefüllt. „Und dann entscheiden wir, was wir dort anpflanzen“, schildert Lisa (12).

Die Arbeiten am Schulgarten kann man im Internet verfolgen. Auf www.schulgartenebg.blogspot.de berichten die Schüler über den Stand der Dinge.

Autor:

Sascha Ruczinski aus Schwelm

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