Feuerwehr sucht nach Gefahrstoffen auf DHL-Gelände in der Altstadt

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Um 10.22 Uhr erfolgte die Alarmierung. Es gab einen Hinweis auf einen verletzten Mann des DHL-Paketbereiches der Post in der Castroper Altstadt.

Derzeit ist noch unklar, wie sich der Mann, ein Mitarbeiter, der Paketwagen belädt, verletzt hat. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und wird dort behandelt. Laut Polizeiangaben zog er sich "eine Verletzung an der Hand" zu. 

Die Feuerwehr hat Schadstoffmessungen auf dem Gelände vorgenommen - ohne Ergebnis.

Jetzt wird der gesamte Bereich zwischen Herner Straße und Busbahnhof gesperrt, um Platz für die Einsatzkräfte zu schaffen. Unter anderem wird eine Dekontaminationsanlage der Feuerwehr errichtet. "Wir müssen jetzt jedes Postauto aufmachen und schauen, ob wir ein undichtes Paket finden", so Feuerwehrsprecher Michael Brudek. Dabei tragen die Feuerwehrleute Sicherheitsanzüge.

Der Bereich rund um den Parkplatz der Post wurde abgesperrt. Die Lönsstraße wurde ab den Einfahrten von der Herner Straße bis zur Einfahrt Münsterplatz komplett für den Verkehr gesperrt. Der Busverkehr wird umgeleitet.

Update, 15.10 Uhr:
Noch immer ist nicht klar, was mit dem verletzten Postmitarbeiter passiert ist.
Was klar ist: In einem Paket, das bereits zu einem Paketverteilzentrum nach Erkenschwick ausgeliefert worden war, ist ein "gelbes Pulver" entdeckt worden. Dieses Paket wird derzeit unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen nach Castrop-Rauxel transportiert, um hier untersucht zu werden.
Das Ergebnis der ausstehenden Paketuntersuchung entscheidet nach Angaben der Feuerwehr über das weitere Vorgehen vor Ort.

16 Uhr:
Die Feuerwehr gibt Entwarnung. Das Paket wurde analysiert und im Labor untersucht. "Es handelte sich um ungefährliche Farbanhaftungen", so die Feuerwehr.
Die vermeintlichen Verletzungen des Postmitarbeiters an Händen und Oberschenkeln seien auf eine Vorerkrankung zurückzuführen.

16.19 Uhr: Die offizielle Pressemitteilung der Stadt
"Ein Mitarbeiter von DHL ist am Donnerstagmorgen (19.07.) mit sichtbaren Verletzungen an Händen und Oberschenkeln ins Krankenhaus gebracht worden. Wegen des Verdachts, dass es sich um Verätzungen handelt, wurden alle Pakete vor Ort untersucht. Auch die 18 Zustellfahrzeuge, die an diesem Morgen die Hauptpost verlassen haben, wurden zurückgerufen.

Vor Ort waren über 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Castrop-Rauxel, Waltrop und Oer-Erkenschwick sowie 30 weitere Mitarbeiter des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) und Spezialisten der ATF-Einheit Dortmund (Analytische Task Force).

Am Nachmittag gab es dann Entwarnung: Die Symptome des DHL-Mitarbeiters waren durch eine Vorerkrankung bedingt."

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