FNR: Sekundarschul-Broschüre sorgt für Ärger

Annette Korte

„Es ist für mich einfach unglaublich, mit welcher Ignoranz, Engstirnigkeit und Frechheit Sie versuchen, mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden (Verwaltungs-) Mitteln Ihren Willen durchzusetzen.“ Annette Korte, Mitinitiatorin des erfolgreichen FNR-Bürgerbegehrens, macht ihrem Ärger in einem offenen Brief an Bürgermeister Johannes Beisenherz und Schuldezernentin Petra Glöß Luft. Der Stein des Anstoßes: Eine Passage in der neuen Sekundarschul-Broschüre der Stadtverwaltung.

Dort heißt es im Grußwort des Bürgermeisters und der Schuldezernentin: „(...) die Klassen 8 bis 10 (der Sekundarschule Nord; Anmerkung der Redaktion) werden sich mit der Realschule den Standort Lange Straße teilen.“

„Sollte diese Aussage eine Maßnahme sein, um durch die Hintertür die Fridtjof-Nansen-Realschule zu unterhöhlen, darf ich Sie doch nochmals an den von uns gewonnenen Bürgerentscheid erinnern“, so Korte. Die FNR rechne mit mehr als 100 Anmeldungen. Es sei also gar kein Platz für Teile einer Sekundarschule. „Die Räume werden ausnahmslos für die FNR benötigt“, stellt Korte klar.

Auch die FWI ist verärgert. „Mit der Aussage im Sekundarschul-Flyer verstoßen der Bürgermeister und die Verwaltung eindeutig gegen einen getroffenen Ratsbeschluss“, meint FWI-Chef Manfred Postel. „Bei der derzeitigen und wohl auch künftigen Auslastung der FNR gibt es dort auch die dafür erforderlichen Raumkapazitäten für bis zu neun Klassen einer möglichen Sekundarschule gar nicht.“

Die FWI fordert, „den Flyer einzustampfen oder ein Korrekturblatt hinsichtlich der diesbezüglichen Aussage beizulegen.“

SPD-Chef Rajko Kravanja weiß, dass das Thema nicht nur eine inhaltliche („wenn man sich die Zahlen der Schulentwicklung anguckt, werden wir in den nächsten drei, vier Jahren so viele Schüler verlieren, dass wir Platz in den Gebäuden haben“), sondern auch eine moralische Ebene hat. Und vor diesem Hintergrund fehle ihm in der entsprechenden Passage der Broschüre ein Relativsatz. Heißt: Das im Grußwort angeführte Szenario gelte „ausdrücklich nur, wenn an der Realschule Platz ist. Es wird keiner rausgeschmissen und nichts dichtgemacht“, stellt der SPD-Chef klar. „Der Bürgerentscheid gilt. Punkt. Aus.“

Autor:

Nina Möhlmeier aus Castrop-Rauxel

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