Harkortschule steht bald leer / Bürgerversammlung in Merklinde

Im Vereinsheim des SuS Merklinde hatte der Bürgerverein zur ersten großen Bürgerversammlung eingeladen.
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  • hochgeladen von Vera Demuth

Die Flüchtlinge, die zurzeit noch in der Harkortschule in Merklinde wohnen, werden im Sommer nach Ickern zur Janusz-Korczak-Gesamtschule und der ehemaligen Grundschule an der Marienburger Straße ziehen. Das verkündete Bürgermeister Rajko Kravanja während der ersten Bürgerversammlung, zu der der Verein "Wir sind Merklinde" am Mittwoch (18. April) eingeladen hatte.

Wenn die Harkortschule frei gezogen sei, werde eine soziale Einrichtung einziehen, so Kravanja. "Welche das sei wird, kann ich noch nicht sagen", machte er deutlich, dass die Überlegungen bislang nicht abgeschlossen sind. "Es sind Wohlfahrtverbände an uns herangetreten, dass sie Raum brauchen", ergänzte Sozialdezernentin Regina Kleff. Das gleiche gelte für den Bürgerverein, der zurzeit eine Musterwohnung der LEG für Treffen nutzt.
Ob die Schule reaktiviert wird, wie es sich neben vielen Merklindern auch CDU, FWI und Grüne wünschen, die einen Antrag auf Prüfung im Betriebsausschuss 2 und im Rat gestellt haben, ist noch unklar. Zwar stiegen die Geburtenzahlen und es gebe Zuzüge und man sei dabei, die Zahlen zusammenzutragen, aber ob diese reichten, um die Schule wieder zu eröffnen, stünde noch nicht fest, so Kravanja und Kleff.
Anders sieht es bei den Kitaplätzen aus. "Diese brauchen wir, vor allem im Süden der Stadt", erklärte Kleff. Deswegen könne man sich einen Neu- oder Ausbau vorstellen.

Wohnumfeld

Der Bürgermeister griff auch das Thema Wohnumfeld auf. So sei die Stadt mit der LEG, einem der großen Vermieter, wegen Renovierungen im Gespräch. Zudem ist ein Austausch mit den Bürgern darüber, wie man künftig in Merklinde wohnen wolle, geplant. "Dazu werden wir nach den Sommerferien einen Aufschlag machen", so Kravanja.
Er drückte zudem seine Meinung aus, dass jeder Stadtteil einen Stadtteilmanager mit einem gewissen Stundenanteil brauche. "Wir sind dabei, ein, zwei Lösungen zu diskutieren."
Eine anwesende Merklinderin nahm Anstoß an der Ansicht des Bürgermeisters, die zuvor auch der Vereinsvorsitzende Willi Müller geäußert hatte, dass es kaum möglich sein werde, das Rad zurückzudrehen und erneut einen Supermarkt und andere Einrichtungen in Merklinde anzusiedeln. "Wir werfen die Flinte nicht ins Korn", relativierte Kravanja daraufhin seine Aussage, die sich auf einen großen Supermarkt bezogen habe. "Wir hätten hier gern ein Ladenlokal von 250 bis 300 Quadratmetern, in dem Lebensmittel angeboten werden und sich Ehrenamtliche treffen können." Die Ansprüche müssten realistisch sein, präzisierte er. "Außerdem braucht man jemanden, der sich um den Laden kümmert. Ehrenamtlich geht das nicht", ergänzte Müller.

Treffen

- Der Bürgerverein "Wir sind Merklinde" lädt an jedem letzten Freitag des Monats um 19 Uhr zum Dorfabend beim SuS Merklinde, Fuchsweg 51, ein.
- Am Samstag (26. Mai) veranstaltet der Verein ab 15 Uhr am alten Spielplatz an der Ecke Gerther/Lindenstraße ein Spielefest.

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