Holz zum Fest: Gedrechselte Deko

Bernd Herling und seine Tochter Julia mit einigen gedrechselten Arbeiten, die er in der Christuskirche in Ickern ausgestellt hat.
  • Bernd Herling und seine Tochter Julia mit einigen gedrechselten Arbeiten, die er in der Christuskirche in Ickern ausgestellt hat.
  • Foto: Thiele
  • hochgeladen von Vera Demuth

Nach dem Fest ist vor dem Fest. Das gilt zumindest für den Hobbydrechsler Bernd Herling. Schon jetzt trocknet und versiegelt er Rohlinge für Holzschüsseln, die er dann in einigen Monaten rechtzeitig zu Weihnachten 2015 fertigstellt.

Denn nur wenn das Holz ausreichend vorgetrocknet wird, kann der 56-Jährige sicherstellen, dass die Schüsseln beim Gebrauch später nicht springen. Mit seinen vielen anderen gedrechselten Arbeiten, die der Ickerner anfertigt, startet er etwa drei bis sechs Monate vor dem Weihnachtsfest.
„Ich habe mein Repertoire noch mehr erweitert“, erzählt Bernd Herling, der sein Hobby bereits seit einigen Jahren betreibt. Neu sind etwa Holzvasen für Dekosträuße, und seine Auswahl an Kugelschreibern hat er um Stifte mit Metallverzierungen ausgebaut.
Neben diesen Geschenk­ideen zum Fest stellt er auch diverse weihnachtliche Dekorationen her, zum Beispiel Engel aus Holz. „Ich drechsle die Engelform und klebe Flügel aus Sperrholz dran.“ Danach folgen Engelshaar und die Bemalung des Gesichts. Auch wenige Zentimeter große Jungen und Mädchen als Schneemänner formt der Ickerner aus einem Holzstück. Verziert werden sie mit gehäkelten Mützen und Schals.
Das Häkeln übernimmt Bernd Herlings Frau, während seine Tochter die Gesichter der Holzfiguren bemalt. „Das schaffe ich sonst zeitlich gar nicht.“
Die Ideen für seine vielen Kreationen, darunter auch Weihnachtskrippen, Christbaumspitzen und Tannenbäume zum Dekorieren von Tellern und Schalen, kommen „alle aus meinem Kopf“. Inspirationen findet Herling überall. „Ich gucke mich um, nutze das Internet und lese viel.“
Auch das Handwerk des Drechselns hat sich der gelernte Tischler selbst angelesen und beigebracht. Nach einer Krankheit stürzte er in eine Lebenskrise. „Das Hobby hat mich da herausgeholt“, erzählt Herling, wie er zum Drechseln gekommen ist. Zwei bis drei Stunden am Tag arbeitet er in seinem Kellerraum, den er sich als Werkstatt eingerichtet hat.
„Drechseln ist eines der teuersten Hobbys“, sagt der 56-Jährige. Daher stellt er auch einen Teil seiner Maschinen und Hilfsmittel selbst her. „Ich habe alte Maschinen gekauft und selbst repariert.“ Eine Bandsäge ist darunter, aber auch ein Spezialwerkzeug, wie der Hinterstecher. Dieses Instrument verwendet Bernd Herling, um beispielsweise Stopfpilze aus Holz zu kreieren.

Autor:

Vera Demuth aus Stadtspiegel Bochum / Wattenscheid

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