Kleine Müllsammler: Kinder beseitigen Abfall

Der siebenjährige Luis (v.l.), seine Schwester Hannah und die gemeinsamen Freundinnen Lena, Amy Lynn und Anna halten seit einigen Wochen Henrichenburgs Straßen sauber, indem sie den achtlos weggeworfenen Müll anderer Leute entsorgen.
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  • Der siebenjährige Luis (v.l.), seine Schwester Hannah und die gemeinsamen Freundinnen Lena, Amy Lynn und Anna halten seit einigen Wochen Henrichenburgs Straßen sauber, indem sie den achtlos weggeworfenen Müll anderer Leute entsorgen.
  • Foto: Thiele
  • hochgeladen von Vera Demuth

Mit wachen Augen nimmt Luis seine Umgebung wahr. Dabei ist dem Siebenjährigen der Müll aufgefallen, den Menschen achtlos wegwerfen. Daher greift er mit seinen Freunden in seiner Henrichenburger Nachbarschaft seit etwa vier Wochen selbst zu Greifzange und Eimer, um den Unrat zu entfernen.

„Auf unseren Spaziergängen hat Luis den Abfall schon immer bemerkt, und dann regt er sich gern mal etwas auf“, erzählt seine Mutter, Kerstin Thanheiser. Nachdem er dann auf dem Spielplatz der Grundschule Alter Garten einen roten Eimer fand, „dachte ich mir, dass man damit Abfall sammeln kann“, berichtet Luis.
Zunächst zog er mit seinem Vater und seiner Schwester Hannah los. Dann kamen immer mehr Kinder dazu, die Luis und Hannah aus dem Kindergarten kennen: Lena und Sofia mit ihrem Hund Leo, Anna sowie Amy Lynn. „In den letzten zwei Wochen waren die Kinder mehrmals zusammen unterwegs, um Abfall zu sammeln“, weiß Melanie Janner, Lenas und Sofias Mutter.
Eine Menge Müll haben die Kinder in dieser Zeit am Burgplatz, am Kanal und im Neubaugebiet gefunden. „Zigarettenkippen, Brötchentüten und Bonbonpapier“, zählt Luis auf, und Lena (6) ergänzt: „Kratzeisbecher und ganz viel Papier.“ Den Unrat entsorgen sie ganz korrekt entweder unterwegs oder zuhause in Mülltonnen.
Dabei gibt es in Henrichenburg durchaus öffentliche Abfalleimer. „Ich habe aber schon gesehen, dass Müll daneben lag, obwohl der Eimer fast leer war“, erzählt Luis. Als mögliche Maßnahme dagegen denkt der Siebenjährige an Schilder, die darauf hinweisen, dass Abfall nicht einfach so weggeworfen werden darf. „Man kann es versuchen“, zeigt er sich vorsichtig optimistisch.
Die Eltern unterstützen die Kinder bei ihrer Abfall-Sammelaktion. „Es ist gut, dass die Kinder den Müll wahrnehmen und Initiative zeigen“, erklärt Christoph Wille, Annas Vater. „Aber es ist traurig, dass es überhaupt soweit kommen muss.“

Der siebenjährige Luis (v.l.), seine Schwester Hannah und die gemeinsamen Freundinnen Lena, Amy Lynn und Anna halten seit einigen Wochen Henrichenburgs Straßen sauber, indem sie den achtlos weggeworfenen Müll anderer Leute entsorgen.
Luis und seine Freundinnen Lena (Mitte) und Anna beim Müllsammeln.
Autor:

Vera Demuth aus Stadtspiegel Bochum / Wattenscheid

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