Kritik und Selbstkritik beim Cityring

Cityring-Vorsitzender Uwe Wortmann.      Foto: Archiv
  • Cityring-Vorsitzender Uwe Wortmann. Foto: Archiv
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„Ich freue mich, hier zu sein, auch wenn das Einladungsschreiben nicht sehr einladend war“, erklärte Bürgermeister Johannes Beisenherz bei der Jahreshauptversammlung des Cityrings am Dienstagabend (5. November) im Café Residenz. Er nutzte die Gelegenheit, um Stellung zu der „massiven Kritik“ zu beziehen, die Cityring-Vorsitzender Uwe Wortmann im Vorfeld geäußert hatte. Zugleich kündigte er einige Baumaßnahmen an, die in näherer Zukunft in der Altstadt erfolgen sollen.

Die neue Lichtgestaltung in der Altstadt werde bereits Ende November, pünktlich zum Start des Weihnachtsgeschäftes, umgesetzt, erklärte Beisenherz. Als Gründe für die kritisierte Verzögerung nannte er die längerfristige Erkrankung eines Mitarbeiters, der maßgeblich in das Projekt involviert sei, sowie Nachverhandlungen mit dem Architekten, Christian Breil.

Sanierung des Marktplatzes 2014

Im kommenden Jahr werde die Sanierung der bewirtschafteten Fläche des Marktplatzes beginnen, führte er weiter aus. Das Pflaster werde dann durch einen Strukturasphalt ersetzt. Die Kosten lägen bei rund 250.000 Euro. Zuvor seien allerdings umfangreiche Kanalbaumaßnahmen notwendig, die im Bereich Victoriastraße bis zum Marktplatz in Richtung Wittener Straße erfolgen sollen.„Es wird zu einigen Beeinträchtigungen kommen, auch beim Busbetrieb“, so der Bürgermeister. Beginnen sollen die Baumaßnahmen unmittelbar nach dem WLT-Theaterfestival „Bühne raus...“ am 17. Juni. Die Herbstkirmes werde wohl nicht stattfinden können oder man müsse sie an einen anderen Standort verlegen.
Beisenherz betonte noch einmal die Wichtigkeit der Brücke am Bennertor als Zugang zur Altstadt. Sie müsse 2014 unbedingt wieder errichtet werden. Aufgrund von Verhandlungen mit der Deutschen Bahn könne es allerdings zu Verzögerungen kommen.

Beisenherz vermisst Selbstkritik

Bei der Kritik, die Uwe Wortmann als Vorsitzender des Cityrings geäußert hatte, vermisse er ein wenig die Selbstkritik, so Beisenherz. Man dürfe die Realität der Stadt Castrop-Rauxel nicht aus den Augen verlieren. In Anbetracht der Herausforderungen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen „können auch bestimmte Leistungen gegenüber dem Cityring nicht so erbracht werden, wie wir es gerne hätten“. Im Rahmen der Möglichkeiten unterstütze man die Entwicklung der Altstadt jedoch so gut es eben gehe.

Mehr Optimismus gefordert

Die vom Bürgermeister gewünschte Selbstkritik gab es in der anschließenden Diskussion zur Genüge. „Mehr Optimismus“ und weniger „Schuldzuweisungen“ wünschte sich Altstadtjuwelier Matthias Zimmer. „Ich fühle mich hier richtig runtergezogen“, ärgerte sich Christina Toewe, Inhaberin des Modegeschäftes „Standpunkt Le Paris“. Auch sie wünsche sich „positives Denken und keine Schuldzuweisungen“. Buchhändlerin Martina Tielker erklärte. „Wir für Castrop-Rauxel, das fehlt mir hier, deshalb bin ich nicht im Cityring“.
Scharf kritisiert wurde dagegen die neu geplante Werbesatzung, die eine deutliche Verschärfung der Regeln für das Aufstellen von Werbebannern und die Plakatierung von Schaufenstern ab den 1. Januar 2014 vorsieht.

Autor:

Verena Wengorz aus Castrop-Rauxel

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