Zehn-Zentner-Fliegerbombe: Krisenstab probte den Ernstfall

Der Krisenstab probte den Ernstfall. Bildquelle: Stadt

Bei der Aufgrabung eines Bombenverdachtspunktes am Stadtmittelpunkt wurde eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, deren Langzeitzünder beschädigt ist, weshalb eine Beseitigung nur durch eine kontrollierte Sprengung der Bombe in Frage kommt.

Mit diesem Szenario sahen sich die Mitglieder des Stabs „Außergewöhnliche Ereignisse“ der Stadt Castrop-Rauxel (SAE) am Mittwoch (24. Oktober) bei ihrer Übung konfrontiert. Rund 50 Mitarbeiter der Feuerwehr, der Stadtverwaltung, des THW, der Polizei, des EUV Stadtbetriebes und des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung simulierten in der Hauptwache der Feuerwehr an der Frebergstraße den Ernstfall.

Im Planspiel sollte ein Radius von 750 Metern um den Bombenfundort herum evakuiert werden. Zum Beispiel mussten das Evangelische Krankenhaus, die Willy-Brandt-Gesamtschule und das Ernst-Barlach-Gymnasium, die Stadt- und die Europahalle, das Hallenbad und viele Wohnsiedlungen geräumt werden. Über 4.300 Menschen wären im Ernstfall von der Evakuierung betroffen gewesen. Bei der Übung wurden alle Maßnahmen in die Wege geleitet, um bei der Sprengung die Druckwelle und den Splitterflug zu minimieren, die Bevölkerung zu informieren, Sperrungen zu errichten und Notunterkünfte bereitzustellen. Das Einsatztagebuch und der Lageplan gaben jederzeit Aufschluss über die aktuelle Situation.

Regelmäßige Übungen
Unter der Leitung der Feuerwehr spielte der Krisenstab die erforderlichen Abläufe für einen Notfall durch. „Gerüstet für den Ernstfall, der hoffentlich nie eintritt“, so werteten Bürgermeister Rajko Kravanja und der Erste Beigeordnete Michael Eckhardt die Übung, in der sie als Stabsleiter involviert waren.

Der Stab „Außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) tritt bei Großschadensereignissen zusammen und führt regelmäßig Übungen durch, um jederzeit auf außergewöhnliche Ereignisse und Notsituationen vorbereitet zu sein.

Außergewöhnliche Ereignissen sind Störungen, Gefährdungen oder andere Geschehnisse, die ein gemeinsames Handeln von verschiedenen Bereichen der Verwaltung und die Beteiligung der Hilfsorganisationen sowie anderer Behörden mit Zuständigkeiten in der Gefahrenabwehr erfordern.

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