Prostitution abschaffen? Drei Fragen an: Katrin Lasser (Frauenhaus)

Katrin Lasser ist Vorsitzende des Castrop-Rauxeler Frauenhauses. Foto: Archiv
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  • hochgeladen von Verena Wengorz

1. Wie bewerten Sie die aktuelle Kampagne der Zeitschrift „Emma“, in der sich Prominente wie Senta Berger oder Dieter Nuhr für die Abschaffung der Prostitution aussprechen?

Ich sehe das eher zwiespältig. Es ist nunmal leider ein Markt da, und wenn die Prostitution komplett abgeschafft würde, würden die Freier es sich auf andere Art und Weise einkaufen. Ich halte es für wichtiger, die generellen Rahmenbedingungen für die Frauen zu verbessern, raus aus der Illegalität. Es gibt auch tatsächlich Frauen, die sich freiwillig prostituieren, aber das halte ich für eine Randerscheinung.

2. Kann es eine Lösung sein, das Gesetz dahingehend zu verändern, dass nicht die Prostituierten, sondern die Freier bestraft werden?

Diesen Ansatz finde ich nicht schlecht, denn es sind die Freier, die die Bedingungen in der Prostitution vorgeben.

3. Wie sehen Sie die Entwicklung seit der Einführung des Prostitutionsgesetzes 2001?
Der Menschenhandel hat seitdem sehr zugenommen. Auch in Castrop-Rauxel ist das deutlich zu beobachten. Unklar ist allerdings, ob man diese Entwicklung auf das Prostitutionsgesetz zurückführen kann, oder ob es eine Folge der Globalisierung ist.

Autor:

Verena Wengorz aus Castrop-Rauxel

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