Wenn der Bankautomat streikt

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Weil ein Fünfziger verknickt war, brach der Geldautomat die Einzahlung ab. Er zog das Geld ein, "spuckte" aber nur eine Quittung ohne Angabe des Betrages aus.

Die Mitarbeiterin eines Unternehmens will Geld auf das Geschäftskonto einzahlen. Einen hohen dreistelligen Betrag. Doch plötzlich streikt der Bankautomat der Commerzbank-Filiale am Altstadtmarkt. Nicht etwa, dass der "elektro-mechanische Kassierer" die Geldscheine nicht mehr annimmt. Vielmehr "schluckt" er das Geld und teilt der Kundin mit: "Der Betrag wurde eingezogen!"

Zudem meldet der Geldautomat: "Aufgrund einer technischen Störung konnte das eingelegte Geld Ihrem Konto leider nicht gutgeschrieben werden."

Kurz darauf "spuckt" er eine Quittung aus, die zwar viele Zahlen und Hinweise enthält, aber die Höhe der "einbehaltenen" Geldsumme steht nirgends. Die Firmenmitarbeiterin hat keinen Nachweis über die Höhe der eingezahlten Summe.

Da die Filiale gerade geschlossen hat, wartet die Kundin, denn sie möchte den Vorfall umgehend klären und nicht der Empfehlung auf der ausgedruckten Quittung folgen: "Bitte wenden Sie sich unter Vorlage dieser Quittung in den nächsten Tagen an unsere Mitarbeiter."
Schließlich erhält sie in der Filiale die Info, das eingezahlte Geld werde dem Konto in den nächsten Tagen gutgeschrieben.

Ein Einzelfall?

Ein Einzelfall? Hatte diese Kundin einfach nur Pech mit dem Automaten? "Keineswegs", teilte eine Mitarbeiterin der Commerzbank-Filiale auf Stadtanzeiger-Anfrage mit. Solche Probleme kämen immer wieder vor. "Vor allem, wenn Geldscheine besonders verknittert, beschädigt oder eingerissen sind." Dann könne der Bankautomat sie nicht richtig transportieren. Das sei hauptsächlich dann der Fall, wenn die Geldscheine zuvor kunstvoll gefaltet ein Geschenk etwa zur Hochzeit zierten und beim Einzahlungsvorgang nicht glatt genug seien.
Im vorliegenden Fall hatte die Kundin beim Einzahlen ein Problem mit einem 50-Euro-Schein. Das faltige Papier wurde beim ersten Einzahlungsversuch wieder "ausgespuckt". Beim zweiten Einlegen wurde der gesamte Vorgang abgebrochen.

Besser an den Schalter

Der Fehler werde vom Geldautomaten per E-Mail an den Sachbearbeiter gemeldet, erklärt die Commerzbank-Mitarbeiterin. Mit allen notwendigen Daten bis hin zur Anzahl und dem Wert der einzelnen Geldscheine.
"Eine zentrale Prüfstelle in Essen bearbeitet dann jeden Einzelfall, um das vom Automaten eingezogene Geld dem Konto auch tatsächlich gutzuschreiben."
Einen Rat gibt die Mitarbeiterin der Commerzbank zum Abschluss: "Wer beschädigte oder besonders verknickte Scheine einzahlen möchte, sollte den Automaten meiden und am Bankschalter vorstellig werden." Sicher ist sicher! 
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 17.01.2018 | 13:34  
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