Nachwirkungen noch immer zu spüren
Sturmtief Dragi und Eberhard wüteten in Dinslaken, Voerde und Hünxe

Auf der Poststraße in Voerde drohte ein Baum auf die Straße zu stürzen. | Foto: Feuerwehr
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Das ganze Wochenende über hielten Sturmtief "Dragi" und Sturmtief "Eberhard" Deutschland auf Trab - auch die Region Dinslaken, Voerde, Hünxe. Auswirkungen sind heute noch zu spüren.

Dinslaken
Bereits am Samstagmittag sorgten Sturmböen für einen Feuerwehreinsatz. Auf der B8 in Nähe des Fußverbindungsweges "Zum Bremerkamp" war eine Pappel gebrochen, die auf die B8 zu stürzen drohte. Die Kräfte der Hauptwache sicherten den Bereich weiträumig und zerlegten zusammen mit dem DIN - Service den Baum. Dafür musste kurzzeitig die B8 gesperrt werden. Gegen 16.50 Uhr verursachten teils schwere Sturmböen weitere Einsätze für die Feuerwehr. Unter anderem stürzte in Hiesfeld eine Tanne auf die Straße "in den Drieschen" und blockierte diese. Auf der Hagenstraße stürzte ein Baum um. Auf der Joseph von Eichendorff Strasse fiel ein Baum auf ein parkendes Auto und auf der Herzogstraße drohte ein weiterer Baum auf die B8 zu stürzen. Die Besatzung der Drehleiter musste von mehreren Dächern lose Dachziegeln und eine abgebrochene Antenne bergen. Alle zehn unwetterbedingten Gefahrenstellen wurden von den Einheiten Hauptwache, Stadtmitte und Eppinghoven beseitigt oder abgesichert. Gegen 20:15 Uhr konnte der letzte Einsatz beendet werden.

Witterunsgedingt kam es am Samstag im Kreis Wesel in der Zeit zwischen 14 und 20 Uhr zu 53 Einsätzen. Im Kreisgebiet knickten Bäume um, Baustellenabsperrungen und Werbeplakate fielen um, Lichtzeichenanlagen fielen aus. Mehrere PKW wurden durch herabfallende Dachziegel oder umgewehte Verkehrszeichen beschädigt. In Dinslaken musste die Willy-Brandt-Straße zwischen Voerde Straße und Dr. Otto-Seidel-Straße für rund 40 Minuten gesperrt werden, weil die Gefahr bestand, dass ein großer Baum auf die Fahrbahn stürzen könnte. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahrenstelle, wie auch in vielen anderen Fällen, mit der Kettensäge. In Alpen fiel durch eine beschädigte Oberleitung für längere Zeit der Strom aus. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Am Sonntag musste die Feuerwehr Dinslaken gleich zu mehreren unterschiedlichen Einsätzen ausrücken. Neben den Einsätzen Person im Aufzug und Verunreinigung auf dem Gewässer galt es die Einsatzstellen aufgrund des Sturmtiefs Eberhard abzuarbeiten. Die Einsätze, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren, wurden durch alle Einheiten der Feuerwehr Dinslaken mit insgesamt 106 Einsatzkräften beseitigt. Nicht nur umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste, sondern auch umgefallene Straßenschilder, Bauzäune und sogar ein herumfliegendes Trampolin mussten gesichert beziehungsweise zur Seite geräumt werden. Zeitweise musste auch die Bahnlinie gesperrt werden, da ein Baum auf die Gleise gestürzt war. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit der Bahn und der Feuerwehr von den Gleisen entfernt. Des Weiteren befand sich auch ein umgestürzter Baum auf der Auffahrt zur BAB 3. Insgesamt musste die Feuerwehr Dinslaken zu 35 Sturmeinsätzen ausrücken. Der erste Sturmeinsatz begann um 14.46 Uhr und gegen 19.40 Uhr endete der letzte Einsatz. Losgelöst von den Sturmeinsätzen der Feuerwehr rückte auch der Rettungsdienst bis zum Abend hin zu 21 Einsätzen aus.

Voerde
Tief "Dragi" sorgte am Samstagnachmittag gegen 16.30 Uhr für einen sturmbedingten Feuerwehreinsatz. Die Einheit Friedrichsfeld wurde zusammen mit der Drehleiter aus Voerde zur Poststraße gerufen. Starke Windböen hatten einer Tanne derart zugesetzt, dass sie auf die Straße zu stürzen drohte. Die Einsatzkräfte sperrten den Gefahrenbereich ab. Via Drehleiter wurde dann ein Seilzug an den Baum angeschlagen um den Baum in eine gezielte Richtung Fällen zu können. Mittels Kettensäge wurde dann das Hindernis beseitigt. Nachdem die Baumreste vom Gehweg und Straße geräumt waren, konnten die Einsatzkräfte gegen 18.30 Uhr wieder einrücken.

Ab Sonntagmittag hatte das Sturmtief "Eberhard" die Einsatzkräfte der Feuerwehr Voerde fest im Griff. Nachdem um 11.45 Uhr die Einheit Möllen ein Baum im Wohnungswald in Höhe Dinslakener Straße Ecke Friedrichstraße gesichert hatte und um 14.35 ein Baum auf die Bahngleise in Höhe der Schwanenstraße gestürzt war, entschied sich der Leiter der Feuerwehr Voerde, Dirk Bosserhoff, alle fünf Feuerwehreinheiten in die jeweiligen Feuerwehrhäuser zu beordern. Das Sturmtief zog mit seinem Windfeld über das Kreisgebiet Wesel hinweg. Binnen Minuten erhielten die Einsatzkräfte der Städtischen Unterleitstelle, in Voerde an der Bahnhofstraße, 15 sturmbedingte Einsätze von der Kreisleitstelle in Wesel zugeteilt. Diese Einsätze wurden dann von allen fünf Voerder Feuerwehreinheiten abgearbeitet. Dabei sind Behinderungen durch Bäume an folgenden Straßen beseitigt
worden: Dinslakener Str., Bogenstr., Am Industriepark, Lübdingstr., Bahnhofstr., Grünstr., Heidestr., Friedhofstr., Auf der Horst, Frankfurter Str. Ein Werbeschild hatte sich an der Bahnhofstr. losgerissen, ebenso wurde ein Carport an der Poststraße Opfer des Sturms. An der Mehrzweckhalle in Voerde an der Steinstraße hatten sich Teile der Dachfassade gelöst, die mit Hilfe der Drehleiter entfernt wurden. Gegen 19 Uhr ließ Dirk Bosserhoff die vor Ort Einsatzbereitschaft beenden. Somit konnten dann die knapp 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Voerde zurück zu ihren Familien.

Auf der Poststraße in Voerde drohte ein Baum auf die Straße zu stürzen. | Foto: Feuerwehr
Ab Sonntagmittag hatte das Sturmtief "Eberhard" die Einsatzkräfte der Feuerwehr Voerde fest im Griff. | Foto: Feuerwehr
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Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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