Exklusiv-Interview mit Michael Wendler: Ein Wendler goes to Hollywood

Michael Wendler in Arbeitslaune und ein bisschen nachdenklich beim Interview.
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Zwischen Shitstorm und Hollywood:

Exklusiv für unsere Leser: Michael Wendler persönlich - nach den Internet-Beschimpfungen und Medien-Häme:

Er ist ein bisschen nachdenklicher geworden. Ein Shitstorm tut weh und hinterlässt Narben. Auf der Seele und ganz konkret auch im Alltag und im
Business.

Zuhause bei Michael Wendler in Dinslaken

Treff mit Michael Wendler zuhause in Dinslaken-Hiesfeld. Bei der Arbeit am Flügel: „Wendler goes to Hollywood“ heißt das neue Projekt? Klar Mann, wohin sonst geht ein Wendler, wenn er gerade einen Shitstorm überlebt hat. Und von Bild bis RTL die volle Packung Medien-Häme abbekommen hat. Es gibt ehemalige Bundespräsidenten, die danach nicht mehr aufgestanden sind. Egal ob zurecht oder zu unrecht. Michael Wendler geht danach erstmal nach Hollywood. Ohne jeden Umweg.

Michael Wendler: Ja, wirklich und ohne Quatsch. Sony Music hat für mich Studio-Kapazitäten direkt in Los Angeles gebucht: Vom 21. 7. bis 27.7. 2013 drehe ich dort mit Anika mein neues Video. Ermutigt durch das aktuelle Werk: „Come back - Michael Wendler feat. Anika.“ Wir sind damit in den TOP 20 Album-Charts. Damit habe ich nicht gerechnet - nach alldem was passiert ist. Ich kann viel aushalten. Aber dieses Medien-Echo hatte was Vernichtenwollendes. Von journalistischer Neutralität keine Spur. Vorverurteilungen während laufender Verfahren. Und quasi Sippenhaft für alle, die mir nahe stehen.

Wendler erntete vernichtenwollendes Medienecho

Die berühmte Kehrseite der Medaille Ruhm: „The Price of Fame“, wie das in Hollywood heißt?

Michael Wendler: Es gibt ja das Sprichwort "Viel Feind viel Ehr". Aber das stammt aus einer anderen Zeit. Heute kommen sich alle so schlau vor und lassen, bequem geschützt durch die Internet-Anonymität, ihren Instinkten freien Lauf. Fakten sind da egal. Wir leben technisch im 21. Jahrhundert, verhalten uns aber wie im dunkelsten Mittelalter. Die Sucht nach Blut ist groß. Das nimmt manchmal schon perverse Züge an: Immer wenn ein Posch auf RTL über mich hergezogen ist, wurde anschließend ein Team auf meine Konzerte geschickt, um zu beobachten, wie das Publikum wohl auf mich reagiert. Das ist billig produzierte Sendezeit und einschaltquotenträchtig.

Michael Wendler ist empfindlicher geworden

Meine Konzerte selbst müssen dann allerdings für solche Teams echte Vollflops gewesen sein. Denn da ist gar nichts Schlimmes passiert. Im Gegenteil: Meine Fans sind einfach großartig und die besten der Welt! Ausgewirkt hat sich das eher persönlich, ich bin empfindlicher geworden.
Aber wer sich ernsthaft und sachlich damit beschäftigt, wird feststellen, dass es da keine ungewöhnlichen juristischen Vorgänge gab. Dieser Fakt ist aber nicht medienwirksam. Und kann auch nicht in heiße Kurz-Schlagzeilen zusammengefasst werden. Sondern man muss in die Tiefe gehen und auf die Feinheiten achten. Das weiß jeder, der sich schon mal einen Anwalt nehmen musste. Alles in allem kann ich gut mit den nun abgeschlossenen Vergleichen leben.

"Der Wendler" als Marke ist Geschichte

Natürlich bleibt es ärgerlich, wenn ein Gasflaschenhändler aus Velbert seine Chance auf das große Geld witterte, als er sich 2008 die Marke „Der Wendler“ schützen ließ. Das schleppte sich über drei Instanzen hin und das Ergebnis bedeutet nun de fakto, dass z.B. auf Plakaten eindeutig erkennbar sein muss, wer auftritt. Bei meiner Person gab es da auch vorher keine Zweifel. Eventuelle Produktenttäuschung bei Veranstaltungen fanden ja nicht bei meinen statt. Aber egal: Ich bin jetzt wohl endgültig der „Bad Boy“ der Schlagerwelt. Und das, weil ich mich gegen Trittbrettfahrer wehre, die nur abzocken wollen?

Mit dem Bad Boy Image muss Michael Wendler leben

Du kokettierst aber auch gekonnt mit diesem Bad-Boy-Image. Schließlich heißt ein gemeinsamer deutsch-englischer Song mit Anika „Bad Boy“. Woher kennst Du Anika eigentlich?

Michael Wendler (lacht): Wir kennen uns seit 2011, wo sie in meiner Schlager-Casting-Show von 4000 Bewerbern auf den 3. Platz kam. Sie hat eine großartige Stimme, die sehr gut mit meiner harmoniert. Daher freut es mich, dass wir auch einige TV- Auftritte gemeinsam haben:
Am 30. Juni sind wir bei „Immer wieder sonntags“ (ARD) zu Gast. Am 2. Juli macht RTL eine Sendung zu Gunsten der Flutopfer, da machen auch DJ Ötzi und Beatrice Egli von DSDS mit und wir spenden gerne unsere Gagen für diese wichtige Hilfsaktion. Am 17. Juli bin ich bei Oliver Geissen in der Ultimativen Chartshow.

Und nach dem Hollywood-Dreh geht`s direkt am 28. Juli weiter mit dem Mallorca-Special des ZDF Fernsehgartens. Und im September sind wir auf Tour. Das Konzert in Oberhausen ist übrigens am 28. September 2013 in der Köpi Arena. (Karten u.a. im Pressehaus Dinslaken, Friedrich.-Ebert-Str. 40, Tel. 02064-41900).

Sie liebt den DJ in englischer Fassung

„Come Back“ war also in jeder Hinsicht eine gute Titelwahl?

Michael Wendler: Allerdings. So wie es derzeit aussieht, haben wir einen neuen Trend mit unserem Euro-Discofox kreieren können. Die Leute gehen voll mit und tanzen ab: Einfach Party pur! Es ist gleichzeitig ein erster Schritt in Richtung internationale Szene, den Sony Music mir damit ermöglicht. Wir werden auch „Sie liebt den DJ“ erstmals in Englisch produzieren.

Wie ist wohl der Titel? (Wir singen zusammen spontan: "She loves the DJ"). Danke für das Gespräch, Mr. Wendler. Und toi, toi, toi für Hollywood!

Hier geht es zur Lokalkompass Themenseite Michael Wendler

Das Video: Michael Wendler und Anika Zietlow im Tonstudio

Autor:

Caro Dai aus Essen-Werden

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