Kultur gemeinsam gestalten
Kulturentwicklungsprozess für Dinslaken startet

Kulturentwicklungsplanung in Dinslaken: Bestehende Orte werden weiter genutzt und durch Sanierungen und Investitionen den sich verändernden Anforderungen angepasst.
  • Kulturentwicklungsplanung in Dinslaken: Bestehende Orte werden weiter genutzt und durch Sanierungen und Investitionen den sich verändernden Anforderungen angepasst.
  • Foto: Archiv: Lisa Peltzer
  • hochgeladen von Petra Zellhofer-Trausch

Der Rat der Stadt Dinslaken hat beschlossen, dass im Jahr 2022 eine breite Kulturentwicklungsplanung – gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Kulturschaffenden, Vereinen und allen anderen Kulturinteressierten – erarbeitet werden soll. Richter Beratung – Kulturberatungsunternehmen aus Osnabrück – hat den Auftrag für die Durchführung des Planungsprozesses erhalten. Dabei geht es darum gemeinsam Antworten zu finden zu den Fragen: „Wie soll sich die Kultur in Dinslaken bis zum Jahr 2030 entwickeln? Welche Ziele wollen wir uns setzen? Wie können wir die Ziele verwirklichen?“

„Wir haben in Dinslaken ein vielfältiges Kulturleben für die unterschiedlichsten Zielgruppen und auch die Orte, an denen Kultur bei uns stattfinden kann, sind vielfältig und besonders“, betont Bürgermeisterin Michaela Eislöffel. „Dieses Kulturleben nachhaltig und damit zukunftsfähig zu gestalten, ist ein wichtiger Schritt für unsere Stadt. Ich lade Sie ein, sich aktiv an unserem Kulturentwicklungsprozess zu beteiligen und bei der anstehenden Auftaktveranstaltung dabei zu sein.“

Zustandsbeschreibung und Analyse

Die Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 11. Februar, von 16 bis 20 Uhr statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird die Veranstaltung online durchgeführt. Alle interessierten Menschen, Vereine und Organisationen sind eingeladen. Ausgangspunkt der Dinslakener Kulturentwicklungsplanung wird die von Richter Beratung erarbeitete aktuelle Zustandsbeschreibung und Analyse des Kulturlebens in Dinslaken sein, für die viele Gespräche mit den Dinslakenern Kulturaktiven geführt werden. Die Stadt freut sich über die Anmeldung von Interessierten über die Internetseite www.dinslaken.de/kulturplanung. Diese Seite ist seit dem 29. Januar online.

Impuls für kulturgeprägte Stadtgesellschaft
„Eine offene Kulturplanung, in der Politik, Verwaltung, Kulturschaffende, Vereine, Kulturförderer und alle kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam einen Zukunftsplan für ihr Kulturleben erarbeiten, schafft einen nachhaltigen Impuls für eine zukunftsfähige, durch Kultur geprägte Stadtgesellschaft“, betont Reinhart Richter.

Kathrin-Türks-Halle und DIN Event GmbH

Das alte Dinslakener Kulturkonzept stammt aus dem Jahr 2001. Seitdem hat sich die Kulturlandschaft in Dinslaken stark verändert. Veranstalter und neue Veranstaltungsstätten wie beispielsweise die Zechenwerkstatt, das Ledigenheim und das Theater Halbe Treppe sind hinzugekommen. Bestehende Orte werden weiter genutzt und durch Sanierungen und Investitionen den sich verändernden Anforderungen angepasst. Hier ist insbesondere die Kathrin-Türks-Halle mit der neu aufgestellten DIN Event GmbH zu nennen. „Ich bin froh, dass wir nun noch einmal die Potentiale des Kulturstandortes Dinslaken in den Blick nehmen. Durch die Veränderungen in den letzten Jahren bietet dieser Prozess die Chance für den städtischen Kulturbereich, in dem die Fäden des Prozesses zusammenlaufen, noch stärker als bisher seine Arbeit an den Bedarfen unserer Zielgruppen auszurichten“, erläutert Thomas Termath, Leiter des Geschäfts-bereichs „Schule, Sport, Bildung und Kultur“ der Stadtverwaltung.

Zusammen mit den Zielen der Stadtentwicklung
Der Dinslakener Kulturentwicklungsprozess soll dazu beitragen den aktuellen Zustand zu erfassen, zu analysieren und auf dieser Grundlage Schwerpunkte zu setzen, Profile zu schärfen und weiterzuentwickeln sowie Ziele der Kulturförderung zu konkretisieren. Dabei sollen sich die Eckpunkte und Ergebnisse auch eng mit den Zielen der Dinslakener Stadtentwicklung insgesamt verknüpfen.

Bestandsaufnahme der Kulturlandschaft
Begonnen wird mit einer Bestandsaufnahme der Dinslakener Kulturlandschaft. Daran anschließen wird sich eine Stärken-Schwächen-Analyse. Erste Gespräche dazu führt die Agentur bereits. Auf dieser Basis sollen dann gemeinsam in einem Beteiligungsrahmen strategische Ziele erarbeitet und formuliert werden. Inhalt-lich überzeugte das Konzept von Richter Beratung vor allem durch den offenen Planungsprozess, der ne-ben Politik und Verwaltung auch viele andere Akteur*innen des kulturellen Lebens mit einbindet. Das innerhalb eines Jahres zu erarbeitende Kulturentwicklungskonzept wird als Vorschlag für die Politik formuliert, diese muss letztlich darüber entscheiden. Auf der Homepage der Stadt werden Informationen und Zwischenergebnisse zugänglich gemacht werden. Vorgesehen ist die stetige Einbindung der Politik und der Verwaltung in der Rolle von Zuhörenden, Fragenden, Auskunft-Gebenden. 
Bürgermeisterin Michaela Eislöffel unterstreicht: 

„Ich begrüße diesen offenen Ansatz für unsere Stadtgesellschaft und freue mich auf konstruktive und offene Austauschrunden zur Ausrichtung und Gestaltung der Dinslakener Kulturlandschaft. Kultur ist ein wichtiges Qualitätskriterium unserer Stadt und trägt zu ihrer positiven Atmosphäre bei. Diese Qualität möchte ich gern mit anderen Interessierten und Beteiligten ausbauen und stärken.“

Informationen zu Richter Beratung – www.richter-beratung.de
Richter Beratung ist spezialisiert auf die Durchführung von Kulturplanungsprozessen von Städten und Regionen. Seit 1987 hat Reinhart Richter 55 Kulturentwicklungsplanungen in ganz Deutschland erarbeitet. Ein besonders großes Planungsvorhaben war die Kulturagenda Westfalen, in der eine Kulturplanung für die Großregion Westfahlen-Lippe durchgeführt wurde. Sie hat dazu geführt, dass in Westfalen-Lippe ein Netzwerk von mehr als 20 Städten und Kreisen entstanden ist, die auf der Basis des Konzeptes der Kulturagenda Kulturplanungen erarbeitet haben.

Reinhart Richter hat eine Planungsmethode der offenen Kulturplanung entwickelt. Bei dieser Form der Planung arbeiten Politik, Verwaltung, Kulturschaffende, Vereine, Kulturförderer und alle kulturinteressierten Bürgern zusammen bei der Analyse des Kulturlebens, der Entwicklung von Visionen, Zielen und von Vorschlägen für deren Umsetzung. Dadurch fließen sehr viele Erfahrungen, Kompetenzen und Zukunfts-wünsche in die Planung ein. Das Zusammenwirken der verschiedenen Akteursgruppen führt zu einer großen Nachhaltigkeit der gemeinsamen Kulturplanung.

Autor:

Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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