Umjubelter Fantastival-Auftritt von Niedeckens BAP
Mit digitalem Feuerzeugersatz: Burgtheater-Publikum beseelt von den Hits der Kölschrocker

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Am Ende haben sie's dann doch noch gesungen. Aber was sollte der sympathischste aller Kölsch-Rocker auch tun? Dinslaken hat ihn und seine Band einfach nicht von der Bühne abgehen lassen. Gerade wegen dieses allzeit zündenden Krachers:  Verdamp lang her!

Wolfgang Niedeckens BAP - ergänzt durch Gebläse-Frischfleisch und Anne an der Violine - spielte sich im Burgtheater querbeet durch fast 40 Jahre musikalischen Schaffens. Frühe Nummern wie "Stell dir vüür" und "Arsch Huh,  Zäng ussenander" wechselten sich mit jüngeren Songs, die längst nicht alle im historischen Rund kannten.

Vor allem fiel auf: Niedecken hat seine jugendliche Verbissenheit abgelegt. Dort wo er früher schonmal meckerte, das Publikum solle diese nervige Mitklatscherei lassen, animiert er sein Auditorium heute genau dazu. Das Line-Up-Pendel schlägt eindeutig Richtung Fröhlichkeit aus - und Dinslaken dankte es ihm mit nicht enden wollendem Applaus.

Auch nach der verjüngungskurartigen Reunion will BAP keine Überraschungen auftischen. Der alte Sound - ein wenig aufgepeppt mit Trompete, Saxophon und Posaune - trägt noch immer die Show. Das Programm wirkt leicht angestaubt in seinem ewiggleichen Habitus, der Hommage an Dylan, Springsteen und die Stones. Doch das soll die Show beileibe nicht diskreditieren!

Niedecken hatte mächtig Spaß zusammen mit dem braven Fantastival-Publikum, in dessen Reihen die Altersklasse der Mittfuffziger bis Spätsechziger überwog. "Kristallnaach", "Ne schöne Jroos", "Do kanns zaubere", "Alexandra, nit nur du", "Jraaduss" - hinterdran spielte er sie alle, die ganz großen Hits.

Und wie als Zeugnis des Zeitenwandels klatschten seine Fans nicht nur begeistert, sondern hielten anstelle von Feuerzeugen ihre Handys in den Abendhimmel, um ihre Stimmung zu bekunden. Irgendwie traurig - aber voll okay.

Nach zweieinhalb Stündchen ging der altersmilde Rocker dann ab ins Crewzelt. Aber nicht ohne ausgiebig in alle Richtungen gewunken zu haben - und mit dem Versprechen(?): "Wir kommen wieder!" 

Jubel.
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Die Bilder 1 bis 6 der Galerie stammen von Axel Wolff (danke dafür!), die Bilder 7 und 8 und die beiden Videos unten von Inge Bohlen (Küsschen!). ^^

Zwei Videos

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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