Sevengardens ist überall - Eine Lehrstätte für Färbergärten in Dinslaken-Eppinghoven

Bei der Arbeit in der Werkstatt. Foto: privat
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Sevengardens am Emscherhof – Dinslaken als erste Modellkommune.

Jana Perdighe

"Um das Geheimnis der Farben ranken sich viele Mythen und Geschichten. Als Teil der Aufgaben von Alchemisten waren die Geheimnisse um die Herstellung des perfekten Rot oder Blau wohl gehütet. Auf der anderen Seite gehörte das einfache Färben - vom Kittel bis zur Holzbeize - vor der Erfindung der chemischen Farben zum Alltag der Menschen“, heißt es in dem Katalog "Farbspiel - Verlorenes Wissen neu entdecken“.

Dinslaken ist die erste Modellkommune in Deutschland, die ein solches Weltweites Projekt unterstützt: sevengardens wiederum ist ein Projekt der Unesco, die Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Basis von Peter Reichenbach, dem "sevengardens-Autor" und seinem Team ist der Emscherhof, Am Hagelkreuz in Dinslaken-Eppinghoven nahe der Emschermündung. Hier entstand ein Netzwerk, das übergreifend ist. Mehr als nur ein Färbergarten aus dem aus nachwachenden Rohstoffen Farben zum Malen, zum Färben und zur Herstellung von Kosmetik gewonnen werden kann.

Internationale Freundschaft

Derzeit sind Fetra Artef Malefane und Ephraime Mosibi, zwei Künstler aus Südafrika auf dem Emscherhof zu Gast. Die Organisation „Engagement Global - Service für Entwicklungsinitiativen“ ermöglicht und finanziert einen solchen Austausch. Die Gäste aus Südafrika erlernen den Umgang und das Verständnis, im Einklang mit der Natur selber, Farben herzustellen und einzusetzen.
Dreieinhalb Wochen sind sie in Dinslaken. In wenigen Tagen werden die beiden mit den Arbeiten, die sie in der Zeit auf dem Hof entwickelt haben, das Projekt sevengardens in Stuttgart auf der Creativa vertreten. Fetra und Ephraime möchten so viel Wissen wie möglich mit nach Hause nehmen, um selbst einen Färbergarten anzulegen und nachhaltig zu pflegen, und mit dem Produkten, die daraus entstehen, zu arbeiten. Sevengardens ist ein Projekt für Groß und Klein. Ein weiteres Modell ist die Einbindung von Kindertagesstätten und Kindergärten sowie Schulen. Auch die Villa Kunterbunt in der Dinslakener Innenstadt ist ein Teil des vielfältige Projektes sevengardens. Altes Wissen wird eben neu entdecken und an die nächste Generation weitergegeben. Auch mit der Gartenschule und dem THG wurden Projekte wie der Färbergarten am Museum Voswinckelshof bereits umgesetzt.

Der Hof an der Emschermündung ist von der Emschergenossenschaft aufwendig restauriert wurde, während der Emscherkunst und für die Zeit der Renaturierungen der Emscher als Informationszentrum genutzt. Ebenso stehen ein Atelier und mehrere Werkstätten für kreative Arbeit zur verfügung.
Ab dem Sommer soll ein kleines Café die Attraktivität zusätzlich steigern, so dass Dinslaken ein neues Ausflugsziel dazu bekommt.

Autor:

Janutschka Perdighe aus Dinslaken

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