Lokalkompass präsentiert
BürgerReporterin des Monats Mai: Regine Hövel aus Dinslaken

Regine Hövel aus Dinslaken ist unsere BürgerReporterin des Monats Mai.
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  • Regine Hövel aus Dinslaken ist unsere BürgerReporterin des Monats Mai.
  • Foto: Hövel
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Erst Hobbyfotografin, dann Siegerin bei einem Fotowettbewerb, jetzt langjährige  BürgerReporterin: Regine Hövel aus Dinslaken ist unsere BürgerReporterin des Monats Mai! Bei einem Telefonat erklärte sie mir, welche LK-Treffen sie in besonderer Erinnerung behalten hat und wie man mit dem Buchsbaumzünsler im eigenen Garten fertig wird.

Vorab, Regine, soll ich von unserem Redaktionsleiter Thomas Knackert vielen Dank für deinen tollen Beitrag über den Buchsbaumzünsler aus dem letzten Jahr ausrichten.
Oh, danke. Da kann ich dir gleich noch was zu erzählen, ich hab nämlich schon wieder Raupen eingesammelt, da sind gerade noch einige bei mir im Garten. Ich denke, das ist noch Brut aus dem letzten Spätherbst, und ich muss jetzt gucken, denn die werden jetzt schon langsam so drei bis vier Zentimeter groß, dass die sich bald verpuppen werden. Und ich will natürlich nicht, dass die sich verwandeln. Also, den Zeitpunkt darf ich nicht verpassen. Ja, und jetzt ist es so: Manchmal hab ich drei, mal fünf, mal zehn. Ich hoffe, es wird jetzt immer weniger.
Pflückst du die dann alle mit der Hand ab?
Ich pflück die ab, genau. Ich hab dann immer einen kleinen Kochtopf dabei, leg denen noch ein paar Blättchen dazu, dass sie auch da drin bleiben und nicht rauskrabbeln, und dann kommt da am Ende kochendes Wasser drauf, und dann ist das Thema durch. Hömma, ich hab mich zum persönlichen Feind der Zünsler erklärt (lacht). Nee, ich bin ja eigentlich ein großer Naturliebhaber, aber die dürfen bei mir nicht weiterleben.
In deinem Beitrag zeigst du Bilder, auf denen Wespen die Raupen wegtragen…
Das war wirklich eine spannende Maßnahme. Ich war da beim Raupensammeln und hatte auch schon welche in den Topf getan. Und ich meinte noch, hier brummt’s doch, und tatsächlich: Da holten sich die Wespen aus dem Topf, den ich zur Seite gestellt hatte, die Raupen raus. Erst eine Wespe, dann zwei, dann drei. Die haben die kleinen Raupen, so bis zu einem Zentimeter lange, auch weggetragen. Bei den größeren haben die Stücke rausgebissen und dann mitgenommen. Das war eine ganz spannende Angelegenheit. Ich gehe mal davon aus, dass die Wespen für ihre Brut auch mal Lebendfutter brauchen, und sie haben es wohl mitbekommen, dass da in der Hecke Raupen sind. Leider konnte ich das danach nicht mehr beobachten.
Mal eine andere Frage: Wie kam es überhaupt, dass du BürgerReporterin geworden bist?
Ich glaube, das war 2011, da hatte der Niederrhein-Anzeiger hier in Dinslaken einen Fotowettbewerb zu Herbstbildern gemacht. Und ich hab mit meinem Bild gewonnen – zwei wunderbare Tickets fürs GOP. Freunde, die für mich gevotet hatten, haben auch Tickets gewonnen, das war ein wunderschöner Abend. Und im nächsten Jahr gab es wieder einen Herbstwettbewerb, an dem ich auch wieder teilnahm. Dabei stellte ich aber fest, das war jetzt nicht mehr nur der Niederrhein-Anzeiger, der das veranstaltete, sondern das hieß Lokalkompass. Aus dem gesamten Verbreitungsgebiet konnten da also Leute teilnehmen. Nach dem Stichtag habe ich dann gemerkt, dass die Leute ihre Bilder immer noch da einstellen konnten, und weil ich ja auch gern fotografiere, habe ich dann auch mitgemacht und hier und da was eingestellt – auch Kommentare, weil da zum Teil ganz wunderbare Bilder gezeigt wurden.

Regine fotografiert seit ihrer Jugend. Ihre Motive findet sie spontan, daher ist die Kamera immer dabei.
  • Regine fotografiert seit ihrer Jugend. Ihre Motive findet sie spontan, daher ist die Kamera immer dabei.
  • Foto: Andrea Weyand
  • hochgeladen von Jens Steinmann

So bist du auch in der Community angekommen…
Genau, so kam das. Am Anfang war mir das alles ein bisschen zu unpersönlich, man kannte sich gar nicht. Durch Zufall habe ich dann mitbekommen, dass Jürgen Daum zu einem BürgerReporter-Treffen eigeladen hatte. Da habe ich gefragt, ob ich dazu kommen darf – und das war kein Problem, so habe ich direkt einige sehr nette Leute kennen gelernt. Mein Mann kommt bei so Treffen auch immer mit, obwohl er nicht so begeistert ist wie ich, aber er ist am Ende auch immer ganz angetan.
Welche LK-Treffen sind dir besonders im Gedächtnis geblieben?
Da ist einmal die Besichtigung der Stauder-Brauerei, auch organisiert von Jürgen Daum. Das war einerseits sehr spannend, andererseits sehr schön mit den ganzen unterschiedlichen Leuten dort. Im letzten Jahr haben die von Preetzmanns [Ulrike und Armin, Anm. d. Red.] mit Ute Ortmann ein sehr schönes Treffen am Schiffshebewerk Henrichenburg veranstaltet, wo wir alle viel gelernt und sehr lecker zusammen mittaggegessen haben, das war auch sehr schön. Und dann gab es noch ein Treffen auf Zollverein, zu dem Thomas Ruszkowski eingeladen hatte. Das war eine kleine, aber auch sehr nette Runde, auch im letzten Jahr.

Woher kommt deine Begeisterung fürs Fotografieren?
Oh, ich habe schon als Kind und Jugendliche mit dem Fotografieren angefangen. Das hat mich immer fasziniert. Von meinen Eltern bekam ich meinen ersten einfachen Fotoapparat, und mit dem habe ich dann auf Schulausflügen und eigentlich immer fotografiert, sobald wir unterwegs waren. Später habe ich dann auch Kurse bei der VHS besucht; das muss so Anfang der Siebziger Jahre gewesen sein, damals noch in Oberhausen. Erst in Dinslaken hatte ich später eine eigene Dunkelkammer für Schwarzweiß-Fotografie. Wir kommen ja gebürtig aus Oberhausen.
Du und dein Mann? Und wie kamt ihr dann nach Dinslaken?
Ja, wir beide. Also, erst sind wir nach Aachen gegangen, weil mein Mann dort studiert hat. Und von da aus sind wir dann nach [Bottrop, Anm. d. Red.] Kirchhellen gegangen; mein Mann hatte eine Anstellung bei Thyssen angenommen. Wir wären auch dort geblieben und hätten uns gern was eigenes aufgebaut. Aber wir waren ja zugereist, und Kirchhellen hatte einen sehr dörflichen Charakter, da hatte man als unbedeutender Zugereister keine Chance auf ein bezahlbares Grundstück. So sind wir über Umwege in Dinslaken gelandet. Seit ´82 sind wir jetzt hier – eine ganz schön lange Zeit.

Zu Lokalkompass-Treffen erscheint Regine mit ihrem Mann: "Der ist am Ende auch immer ganz angetan."
  • Zu Lokalkompass-Treffen erscheint Regine mit ihrem Mann: "Der ist am Ende auch immer ganz angetan."
  • Foto: Armin von Preetzmann
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Dinslaken – was sind denn die Highlights der Stadt?
Der Rhein fließt hier direkt vorbei, und das finde ich ganz besonders schön. Wir haben im Sommer dann noch das Fanstastival, eine sehr schöne kulturelle Veranstaltung. Und dann die DIN-Tage am letzten August-Wochenende, das ist ein großes Stadtfest. Dann beteiligt sich Dinslaken auch immer an der Extra-Schicht. Was haben wir sonst? Das Burgtheater natürlich, das ist eine Freilichtbühne. Dann sind noch das Landestheater Burghofbühne und das Mühlenmuseum zu nennen. Ansonsten haben wir noch eine ganz nette Altstadt, und natürlich den Rhein. Und die Nähe zu Voerde! Bei Voerde/Götterswickerhamm ist der Rhein einfach am schönsten, das ist da wie Urlaub.
Regine, vielen Dank für das Gespräch!

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Autor:

Jens Steinmann aus Herne

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