Das sagt die Stadt zu einem Bürgerbad in Hiesfeld:
"Ein Bad an dieser Stelle zu halten, ist unserer Meinung nach nicht machbar"

Das Freibad Hiesfeld von oben.

Schließung, Gutachten, Meinungsverschiedenheiten, Unterschriftensammlung, Ratsbeschluss .. Eine intensive Debatte ist das um das Freibad Hiesfeld.

In der letzten Woche haben wir über die Idee des Freibadvereins, dass Freibad im Stadtteil Hiesfeld als Bürgerbad zu führen, berichtet. Am vergangenen Freitag waren die Vorsitzenden des Vereins ins Rathaus geladen um die Vision Bürgerbad der Verwaltung vorzustellen.

Ein langes Gespräch war das, denn die im Anschluss geladene Presse konnte 25 Minuten vor verschlossener Tür waren. Als die Stühle dann im Bürgermeisterbüro neu sortiert und platzgenommen wurde, erläuterte  Dr. Michael Heidinger noch einmal den Sachverhalt. "Die Problematik um den Standort ist bekannt und das Risiko ebenfalls. Ein Bürgerbad ist eine Alternative zur Schließung. Doch die Bodenbeschaffenheit an dieser Stelle läßt weder einen Neubau noch eine Sanierung realisieren." 

Um noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen zu tragen:
- In Hiesfeld wurde ein 50 Meter Becken in das 100 Meter Becken aus den 1920 Jahren gebaut
- später ein 33 Meter in das innenliegende 50 Meter Becken
- Das innenliegende 50 Meter Becken ist undicht geworden
- zur Saison 2016 konnte das Bad wegen Mängel an der Filteranlage nicht geöffnet werden
- der Kampf um den Erhalt des Freibades begann 
- durch die Undichtigkeit hat sich das 33 Meter Becken verdreht und ist in Schieflage geraten

"Ein Bad an dieser Stelle ist unserer Meinung nach nicht machbar", sind sich Dr. Micheal Heidinnen, Christa Janke-Horstmann und Josef Kremer von den Stadtwerken Dinslaken. Auch durch das Konzept Bürgerbad bleibt die Kernproblematik "Bodenbeschaffenheit". Auf die Anfrage des Freibadvereins, ob ihnen das Gelände für den Betrieb eines Ehrenamtlich geführten Bades zur Verfügung gestellt würde, kam ein klares "nein" zur Antwort. "Es ist nicht zu verantworten die Fläche einfach zu übergeben." Doch der Bürgermeister hat hier nicht das letzte Wort. "Das muss der Rat entscheiden."

Die Wasserfläche soll an einem anderen Ort ausgeglichen werden, am Dinamare, "wie bereits beschlossen", so Heidinger. Zukünftig wird es sogar mehr Wasserfläche als bisher geben. Der derzeitige Messgegenstand auf dem Baugrund am Diamare ist gut, berichtet Kremer. Im Wirtschaftsplan der Stadtwerke ist das Freibadbecken bereits enthalten. "Es ist umsetzbar und finanzierbar", so Kremer weiter. Der Anbau "Sportbecken", derzeitige Baustelle im Dinamare, soll zum Jahreswechsel 2020/21 fertig sein. Sobald die Baustelle sauber ist, geht es ans Freibadbecken.

Autor:

Janutschka Perdighe aus Dinslaken

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