Entscheidung ist gefallen: Ja zur Gesamtschule - Voraussetzungen für Standort werden geprüft

Die Friedrich-Althoff-Schule könnte in Zukunft als Gesamtschule genutzt werden. Diese ist eine der vielen Überlegungen zur Neugestaltung der Dinslakener Schullandschaft, die in den Ausschüssen und in der Ratssitzung diskutiert wurden.
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  • Die Friedrich-Althoff-Schule könnte in Zukunft als Gesamtschule genutzt werden. Diese ist eine der vielen Überlegungen zur Neugestaltung der Dinslakener Schullandschaft, die in den Ausschüssen und in der Ratssitzung diskutiert wurden.
  • Foto: Harald Landgraf
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von Jana Perdighe

Voller Ratssaal bei der Sondersitzung des Schulausschusses am 9. Oktober. Viele Schüler, Eltern und Lehrer beziehungsweise Schulleiter sind gekommen, um ihrem Ärger und Unverständnis Luft zu machen.

Wie schon berichtet, wird sich in der Dinslakener (weiterführenden) Schullandschaft einiges ändern. Dazu Ausschlag gegeben hat die Umfrage bei den Grundschuleltern. Sie wurden gefragt, wo sie ihr Kind nach der vierten Klasse anmelden möchten. "Es gibt eine große Nachfrage an der Gesamtschule, die auch in den nächsten Jahre weiter steigen wird", so Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann.
Wie schon in den vergangenen Jahren hat die 2012 gegründete Friedrich-Althoff-Schule (FAS) zu wenig Anmeldungen für die fünfte Klasse. Laut der Beigeordneten Jahnke-Horstmann sind für das kommende Schuljahr 43 Kinder (Stand 9. Oktober) angemeldet. Das sind auch der Bezirksregierung zu wenig, ließ sie verstehen. Das wiederum könnte eine Erklärung dafür sein, dass die FAS in der bereits erwähnten Umfrage gar nicht ausgelastet war, munkelt man im Ratssaal.

Realschule Hiesfeld und die auslaufende FAS könnten die Gebäude tauschen

Eine mögliche Variante für die "Neugestaltung" der Schulstandorte in Dinslaken sieht vor, dass die Realschule Hiesfeld und die auslaufende FAS die Gebäude tauschen sollen. "Die FAS ist bestens ausgestattet für eine Realschule", so die Beigeordnete. Wenn schon ab kommendem Jahr keine neuen fünften Klassen an der FAS aufgemacht werden, wären schon im Schuljahr 2020/21 ausreichend Kapazitäten für neue Gesamtschüler da. Um die Klassen "voll zu bekommen", würden die Zügigkeiten an Realschule und der Ernst-Ballach-Gesamtschule begrenzt werden. So könnte die neue Gesamtschule eine Chance haben, denn "eine zweite Gesamtschule in Dinslaken muss ein Erfolg werden", so Jahnke-Horstmann weiter.

Eltern und Schüler der weiterführenden Schulen wären ebenfalls gerne nach ihrer Meinung gefragt worden

Eltern und Schüler der weiterführenden Schulen gaben unmissverständlich zu verstehen, dass sie ebenfalls gerne nach ihrer Meinung gefragt worden wären, statt dass Entscheidungen wieder über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Das Gespräch sei auch hier wieder zu spät gesucht worden, so die Anwesenden.
Auf dem großen Banner der Hiesfelder waren Aufschriften zu lesen wie: "Lasst unsere Schule im Dorf", "Kurze Wege - Lange Tradition" oder "Gute Bildung seit mehr als 50 Jahren". Die Fraktion der SPD möchte den Dinslakener Kindern ein möglichst großes Schulangebot bereitstellen und wünscht sich seitens der Verwaltung keine Angst vor bevorstehenden Widerständen.

Das Bündnis für Nachhaltige Politik (BNP) bittet um eine zügige Entscheidung

Das Bündnis für Nachhaltige Politik (BNP) bittet um eine zügige Entscheidung, um den Schülern und deren Eltern eine Perspektive zu geben. "Wie sehen die zweite Gesamtschule in Hiesfeld und die Realschule am Volkspark. Für den Schülerverkehr muss eine akzeptable Lösung gefunden werden", so Ratsmitglied Malte Kemmerling. Fünfzig Prozent der Schüler würden ohnehin nicht aus Hiesfeld, sondern aus angrenzenden Stadtteilen von Dinslaken, Oberhausen und Duisburg kommen, betonte er.
Mit der Schließung der Jeannette-Wolff-Realschule hatte man dieses Vorhaben schon einmal vor nicht all zu langer Zeit in unserer Stadt. Damit die FAS eine Chance hat. Dass hat schon mal nicht funktioniert. An den Lehr-Methoden der Sekundarschule liegt es sicher nicht.. Könnte vielleicht der Standort, die ehemalige Hauptschule, in den Köpfen noch immer verankert sein?
Die Beigeordnete gab zu verstehen, dass es noch Gespräche mit Schulen, Elternvertretern und Schülersprechern geben wird. Über den Standort soll im Dezember entschieden werden. "Die FAS ist bestens ausgestattet für deine Realschule."

Die Friedrich-Althoff-Schule könnte in Zukunft als Gesamtschule genutzt werden. Diese ist eine der vielen Überlegungen zur Neugestaltung der Dinslakener Schullandschaft, die in den Ausschüssen und in der Ratssitzung diskutiert wurden.
Die Sitzung des Schulausschusses in der Vorwoche war so gut  besucht, dass die Menschen sogar im Flur des Rathauses oder draußen standen.
Autor:

Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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