Dialogprozess zur L4n
Gemeinsame Sitzung von Planungs- und Liegenschaftsausschuss in Dinslaken mit viel Gesprächsbedarf - Entschieden: Linie ersatzlos streichen

Hier zeigt der Entwurf noch die rot gestrichelte Linie. Diese, so lautete der Antrag, soll ersatzlos gestrichen werden.
  • Hier zeigt der Entwurf noch die rot gestrichelte Linie. Diese, so lautete der Antrag, soll ersatzlos gestrichen werden.
  • Foto: RVR
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von Jana Perdighe

Wieder war der Ratssaal der Stadt Dinslaken bis auf den letzten Platz belegt. Die Stellungnahme im Regionalplan Ruhr zur geplanten Trasse L4n zwischen Dinslaken und Hünxe ließ viele verärgerte und besorgte Anwohner des Bruches auf der gemeinsamen Sitzung von Planungs- und Liegenschaftsausschuss erscheinen.

Befürchtungen, es wäre bereits alles entschieden und "man wolle die Bürger für blöd verkaufen", hörte man aus den oberen Rängen.
Eine klare Stellung bezogen Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz nicht. Heidinger betonte: "Wir können den Ausbau des Tenderingsweg/Schwarzer Weg nicht bedingungslos fordern, das würde den Dialogprozess beeinflussen." Denn die Trasse und deren Nutzen ist Auftrag der verkehrsrechtlichen Landesplanung/Straßen NRW. Den kommenden Dialogprozess sieht die Dinslakener Stadtverwaltung "als Chance mit null Risiko", so der Bürgermeister weiter. Bei der Sondersitzung ebenfalls anwesend war ein Mitarbeiter der Firma IFOK. Er wird als Moderator den Dialogprozess begleiten.

Nach einer Bürgerinformationsveranstaltung Mitte Mai werden alle Argumente, Anwohnerhinweise und Anregungen in einem ersten Dialogforum zusammengetragen. In diesem Forum werden ausgewählte Vertreter der Stadt Dinslaken und der Gemeinde Hünxe, Experten aus Verkehr und Umwelt sowie Menschen aus den Initiativen und unabhängige Bürgervertreter sitzen.
"Wir sind noch früh in der Planung", betont Maik Bohne von IFOK. Die zukünftige L4n ist bisher eine Straße ohne räumliche Festlegung. Dass der Regionalplan Ruhr in den Entwürfen die Trasse als eine rot, gestrichelte Linie kennzeichnet, ist irreführend und sorgte schon für viel Unverständnis bei Dinslakener und Hünxer Anwohnern gleichermaßen. An Montagabend stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen- und Stadtentwicklungsausschuss für eine Änderung im Entwurf ab. Hier heißt es nun: "... beantragt die Stadt Dinslaken die derzeit dargestellte Linienführung ersatzlos zu streichen."
Übrigens: "Ein Bürgerentscheid", sagt Heidinger, "ist hier nicht zulässig, da es sich um eine Straße des Landes NRW handelt." 

  • "Extinction Rebellion" plant am 17. Februar, 11 Uhr, eine Menschenkette an der geplanten Trasse. Treffpunkt ist die Brücke am Lohberg Entwässerungsgraben, Höhe Gertrudenstraße. Die Gruppe positioniert sich klar gegen den Bau der L4n und spricht sich für den Erhalt der Flora und Fauna aus.
  • Auch die Initiative gegen die L4n sowie die Initiative für Bruckhausen setzen sich für die Interessen vor allem der Anwohner der geplanten Trasse ein.
Autor:

Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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