Verkehrswende
Grüne wollen Radverkehr in Dinslaken priorisieren

Foto von der gemeinsamen Radtour der Dinslakener Grünen mit der Stadtverwaltung und dem ADFC Dinslaken-Voerde e.V. vom 09.09.2019.
  • Foto von der gemeinsamen Radtour der Dinslakener Grünen mit der Stadtverwaltung und dem ADFC Dinslaken-Voerde e.V. vom 09.09.2019.
  • Foto: Niklas Graf
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Die Grünen in Dinslaken fordern umfassende Maßnahmen, um Dinslaken konsequent zu einer Fahrrad- und Fußgänger*innenfreundlichen Stadt zu machen.

“Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es eines detaillierten Verkehrskonzeptes, welches den Rad- und Fußgängerverkehr an die erste Stelle setzt. Einzelmaßnahmen reichen nicht aus, um die Situation für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen spürbar zu verbessern”, erklärt die Spitzendkandidatin und Sprecherin der Grünen in Dinslaken Beate Stock-Schröer. „Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Barrierefreiheit.

Teilhabe an der Gesellschaft setzt Mobilität voraus. Daher möchten wir Barrieren in der Stadt abbauen und Mobilität ermöglichen. Wir müssen sicherstellen, dass Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen in Dinslaken sicher und schnell an ihr Ziel kommen.” Der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer muss nach Meinung der Grünen eine hohe Priorität eingeräumt werden.

„Fahrradstraßen gehören gerade im innerstädtischen Bereich zum Instrumentenkasten einer modernen Stadt. Auch baulich getrennte Radstreifen, sogenannte „protected bike lanes” tragen dazu bei. Breitere Radwege und -streifen sowie Mindeststandards für den Rad- und Fußverkehr müssen festgelegt und umgesetzt werden“ ergänzt Rico Koske, der ebenfalls für den Rat in Dinslaken kandidiert.

Für Fahrräder möchten die Grünen in der Stadt ausreichend kostenfreie Abstellmöglichkeiten schaffen, die sicher und gut zu erreichen sind. Ebenso sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, E-Bikes und Pedelecs zu laden. Die Kombinationsfähigkeit von ÖPNV und Fahrrad soll ebenfalls verbessert werden.

Dazu führt Rico Koske weiter aus: „Ausreichend Platz zur Fahrradmitnahme, bequemes Ein- und Aussteigen auch mit Rad, Rollstuhl oder Kinderwagen sind unerlässlich. In unserer Stadt sehen wir viel Verbesserungsbedarf. Zur besseren Erreichbarkeit des Bahnhofs schlagen wir einen Tunnel vor, der Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen eine Querung des Bahnhofs ermöglicht und die Zugänglichkeit des Bahnhofs und der Innenstadt von Norden verbessert. Als klares Zeichen für die Priorität des Fahrrads möchten wir Fahrradstationen im Stadtgebiet aufstellen, welche die Möglichkeit schaffen, kleine Reparaturen unterwegs durchzuführen oder eben schnell das Fahrrad aufzupumpen.“

„Um eine bessere Vernetzung innerhalb der Stadt zu erreichen, ist eine grüne Welle für den Radverkehr anzustreben. Innerstädtische Radschnellwegeverbindungen, die direkt, komfortabel, sicher und kreuzungsarm geführt werden, sorgen für eine Entlastung der Straßen, weniger Lärm und weniger Schadstoffe. Diese Radschnellwege müssen auch konsequent in die Nachbarkommunen fortgeführt und so Dinslaken an ein zukünftiges Radschnellwegenetz Ruhrgebiet angeschlossen werden“, erläutert Patrick Voss, Sprecher der Grünen in Dinslaken und Spitzenkandidat für das Ruhrparlament. „Dinslaken muss hier als Vorreiter vorangehen. Erste Pläne, wie z.B. der Radschnellweg von Duisburg nach Wesel, können zu einer Entlastung der B8 beitragen. Aber auch Verbindungen nach Oberhausen, Bottrop, Hünxe und Voerde sind dringend zu prüfen. Das Konzept für das regionale Radwegenetz in der Metropole Ruhr des RVR sieht diese Verbindungen als erstrebenswert an. Der RVR aber auch die Stadt müssen diese Projekte jetzt vorantreiben.“

Darüber hinaus setzen sich die Grünen dafür ein, Dinslaken ans Netz des Metropolrad Ruhr anzubinden. Auch die Möglichkeit Lastenräder zu leihen, soll geschaffen werden.

Autor:

Niklas Graf (Grüne) aus Dinslaken

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