Gegenwind für Stadt Dinslaken
Nach Entscheidung im Stadtrat: Elterninitiative "MEIN Kind - MEINE Schulwahl" in Dinslaken hat Bürgerbegehren angemeldet

Schon während der Sitzung des Schulausschusses machen Eltern und Schüler ihrem Unmut Luft.

Die Elterninitiative "MEIN Kind - MEINE Schulwahl" in Dinslaken hat - wie bereits im Vorfeld der Ratsentscheidung am Dienstag angekündigt - gestern ein Bürgerbegehren bei der Stadt Dinslaken angemeldet.Ziel des Bürgerbegehren ist die Aufhebung des Ratsbeschluss vom Dienstag bezüglich der Schulentwicklung in Dinslaken.

Einreicher sind der Schulpflegschaftsvorsitzende der Friedrich-Althoff-Schule (Sekundarschule), Dirk Liebert, die Schulpflegschaftsvorsitzende der Realschule im GHZ, Bianca Bruckermann, sowie Robin Voelker, stellvertretender Schülersprecher der Realschule. "Uns ist wichtig, dass es hier nicht nur um unsere beiden Schulen geht, sondern um die gesamte Schullandschaft in Dinslaken - auch wenn wir uns von der Schuldezernentin im Stadtrat tatsächlich 'Eigeninteressen first' vorwerfen lassen mussten", so Dirk Liebert.
Dies wird auch in der Fragestellung des Begehren deutlich: „Sind Sie für den Erhalt der Schulen des gegliederten Schulsystems (Realschule und Gymnasien) an ihren jetzigen Standorten ohne Zügigkeitsbegrenzung und für die Bereitstellung von Schulplätzen des integrierten Schulsystems am Standort der jetzigen Friedrich-Althoff-Schule?“

Ziel ist der Erhalt der bewährten Realschule am Standort Hiesfeld und die Aufhebung der Zügigkeitsbegrenzung an den Schulen des gegliederten Schulsystems

"Es ist Aufgabe des Schulträgers, für ausreichend Schulplätze gemäß Bedarf zu sorgen. Die Entscheidung, welche Schulform die beste für das Kind ist, sollte aber dann doch bitte den Eltern überlassen werden - oder auf politischer Ebene den laut Verfassung für Bildungspolitik zuständigen Ländern", sagt so Bianca Bruckermann. Die Initiative begründet ihr Begehren wie folgt weiter:
Ziel ist der Erhalt der bewährten Realschule am Standort Hiesfeld und die Aufhebung der Zügigkeitsbegrenzung an den Schulen des gegliederten Schulsystems.
Für eine neue Gesamtschule in Hiesfeld müssen umfängliche Baumaßnahmen erfolgen, unter anderen fehlen sämtliche Räume für den Ganztagsbetrieb (zum Beispiel Mensa), die am Standort Volkspark bereits vor wenigen Jahren für die Sekundarschule errichtet wurden und die bei einem Umzug der Realschule zum Volkspark nicht mehr benötigt würden.Die vom Stadtrat beschlossene Gesamtschul-Größe erfordert mehr Schüler im integrierten Schulsystem als Bedarf bei den Eltern laut Elternbefragung besteht. Daher wurde eine Zügigkeitsbegrenzung für alle Schulen des gegliederten Schulsystems beschlossen.

Eine vierzügige integrierte Schule am Standort Volkspark würde diese Maßnahmen überflüssig machen, eine Oberstufen-Kooperation mit den räumlich nahe gelegenen übrigen Sek II-Schulen erlauben und die Notwendigkeit von Baumaßnahmen zeitlich deutlich strecken (Abschluss der Baumaßnahmen erst mit Start des ersten Oberstufen-Jahrgang bei Auslegung als neue Gesamtschule).

Es hat bereits erste Gespräche mit den Pflegschaften weiterer Schulen gegeben

Es hat bereits erste Gespräche mit den Pflegschaften weiterer Schulen gegeben, wo die Initiative auf breite Unterstützung stößt - so haben bereits die Eltern der Gymnasien ihre Unterstützung zugesagt.

Aktuell liegt das Begehren beim Fachbereich Recht der Stadt Dinslaken zur rechlichen Prüfung, daher sind kleine Änderungen in der Formulierung noch möglich. Sobald die Stadt die nach Gemeindeordnung vorgeschriebene Kostenschätzung abgegeben hat, wird die Initiative mit der Unterschriftensammlung beginnen.

Hintergrund:
Der Rat der Stadt Dinslaken hatte sich am 18. Dezember für die Neugründung einer fünfzügigen Gesamtschule in Hiesfeld und einer Zügigkeitsbegrenzung an der Realschule und den drei Dinslakener Gymnasien ausgesprochen. Die Realschule soll zum Volkspark verlegt und die Sekundarschule aufgelöst werden.

Autor:

Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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