BUND Kreisgruppe Wesel: Stadtbussystem-Vorbilder sind Lemgo und Bocholt / Expertengespräch
Stadtbus Dinslaken

BUND Kreisgruppe Wesel: Stadtbussystem-Vorbilder sind Lemgo und Bocholt.
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Die BUND Kreisgruppe Wesel hat kürzlich ein virtuelles Expertengespräch zum Thema "Stadtbus" veranstaltet. Im Vordergrund der Veranstaltung standen die praktischen Erfahrungen, die in Bocholt und Lemgo schon seit vielen Jahren mit Stadtbussystemen gesammelt werden konnten.

Die Dinslakener Bürgermeisterin Michaela Eislöffel, Dr. Palotz, Beigeordneter der Stadt Dinslaken, Mitglieder der Stadtverwaltung sowie zahlreiche Vertreter der verschiedenen Ratsfraktionen waren unter anderem Teilnehmer der Veranstaltung.

Erfolgreiche Stadtbussysteme

Die beiden Vertreter der Stadtbusgesellschaften Lemgo und Bocholt, Herr Becker und Herr Dörpinghaus, erläuterten welche Besonderheiten Stadtbussysteme auszeichnen und wie sie diese in ihren Städten zum Erfolg geführt haben. Die Stadtbusse bringen die Fahrgäste nicht auf verschlungenen, zeitraubenden Wegen zum Ziel, sondern von den Außenbezirken auf direktem Weg in die Innenstadt und zum Bahnhof.

Umsteigen am "Rendezvousplatz"

Alle Busse fahren in einem festgelegten, mindestens halbstündigen Takt und treffen sich im Zentrum zu einem festgelegten Zeitpunkt an einem sogenannten "Rendezvousplatz". Dort können die Fahrgäste – wenn nötig - problemlos umsteigen. Die Taktfrequenzen sind an die überregionalen Anschlüsse angepasst.

Die beiden Referenten haben den Vertretern der Dinslakener Politik und Verwaltung ebenfalls eindrücklich erläutern können, dass die Finanzierung eines solchen Bussystems für die Städte gut leistbar ist. Erforderlich hierfür ist die Gründung einer Stadtbusgesellschaft, die in Lemgo und Bocholt in die Stadtwerke integriert wurde. Diese Verbindung bietet eine Reihe finanzieller und besonders steuerrechtlicher Vorzüge.

Hohe Fahrgastzahlen

In Lemgo, einer Stadt mit 41.418 Einwohnern, nutzen mehr als 2 Millionen Fahrgäste pro Jahr das  Stadtbussystem, in Bocholt werden jährlich 1,66 Millionen Fahrgäste bei 71.113 Einwohnern gezählt.

Die deutlichen Steigerungen der Fahrgastzahlen in beiden Städten seit Einführung des Stadtbusses wurden auch dadurch möglich, dass Wert auf das richtige Marketing gelegt wurde. Hierzu gehört beispielsweise das einheitliche Erscheinungsbild aller Busse in einer charakteristischen Farbe, leicht verständliche Fahrpläne aber auch gute und saubere Haltestellen.

Vorteile der Stadtbussysteme

Stadtbussysteme bieten viele weitere Vorteile. Ein gut funktionierender Stadtbus führt zu weniger Autoverkehr. Dadurch ergeben sich ökologische, soziale und wirtschaftliche Vorteile. Neben einer erheblichen Verringerung der Schadstoffemissionen, also gesünderer Luft und weniger klimaschädlichen Gasen, verbessert sich die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Nicht nur die Mobilität von Senioren und Menschen mit Behinderungen wird erhöht, alle Fahrgäste, Radfahrer und Fußgänger profitieren vom sinkenden Autoverkehr in den Innenstädten. Die Aufenthaltsqualität steigt und Lärm wird gemindert. Die Innenstadt wird aufgrund des bequemen und schnellen Zugangs vermehrt genutzt; eine Entwicklung, die gleichzeitig Vorteile für den Einzelhandel bietet.

All dies ist in Bocholt und Lemgo bereits Realität und konnte viele Teilnehmer der Konferenz überzeugen.

Die BUND Kreisgruppe Wesel setzt sich dafür ein, dass in den Kommunen des Kreises Wesel die Einführung von Stadtbussystemen gefördert sowie in Zusammenarbeit mit den Kommunen ein regionales Busnetz geplant werden soll.

Eine sozialverträgliche Mobilitätswende ist dringend nötig, um die Lebensqualität in den Städten zu verbessern und der Klimakrise durch konkrete Maßnahmen entgegenzuwirken. In diesem Sinne begrüßt der BUND die ersten Planungen der Stadt Dinslaken für ein Stadtbussystem.

Autor:

Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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