Gleichstellung
Wird es im nächsten Dinslakener Rat mehr Frauen geben?

Das Grüne Wahlkampfteam mit Ulle Schauws, MdB (3.v.l.) und Michaela Eislöffel in der Neustraße im Rahmen der Aktion zur Stärkung der Frauenpolitik in Dinslaken. Ebenfalls im Foto "Frau Sierp" vom Dinslakener "Thekentrasch".
  • Das Grüne Wahlkampfteam mit Ulle Schauws, MdB (3.v.l.) und Michaela Eislöffel in der Neustraße im Rahmen der Aktion zur Stärkung der Frauenpolitik in Dinslaken. Ebenfalls im Foto "Frau Sierp" vom Dinslakener "Thekentrasch".
  • Foto: Grüne Dinslaken
  • hochgeladen von Niklas Graf (Grüne)

In Dinslaken tritt nur eine Kandidatin für das höchste Amt der Stadt an. Das Frauen aber nicht nur in der Verwaltungsspitze und im Stadtrat unterrepräsentiert sind, zeigten die Grünen Dinslaken auf einem ihrer Straßenwahlkampfstände gemeinsam mit Michaela Eislöffel, Spitzenkandidatin Beate Stock-Schröer und den Grünen Frauen. Prominente Unterstützung erhielten sie dabei von Ulle Schauws, der queer- und frauenpolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag.

Beate Stock-Schröer hatte einige Zahlen im Gepäck und begrüßte die Interessierten auf der Neustraße imt folgenden Fakten: "Im deutschen Bundestag ist zur Zeit weniger als jeder dritter Platz (31) von Frauen besetzt. Im schwedischen Parlament sind es dagegen mit 47% fast die Hälfte. An deutschen Universitäten ist nur jeder fünfte Professor eine Professorin (20%). In vier von fünf Unternehmen sind nur Männer im Vorstand und auch die Vorlieben für die Berufe bleiben weiterhin geschlechtsspezifisch." Doch damit nicht genug: "Im Dinslakener Rat  sind derzeit nur 4 von 46 Ratsmitgliedern Frauen", führte die Spitzenkandidatin aus und zeigte damit ganz deutlich wie wichtig es sei Parteien zu wählen, die echte Frauenförderung betreiben. Das Frauen durchaus Führungspositionen besetzen können und wollen zeige Michaela Eislöffel, die als Bürgermeisterkandidatin antrete um Michael Heidinger abzulösen.

Ulle Schauws ist seit 2013 im Bundestag. Sie ergänzte in ihrer Rede ausführlich diese Darstellung und schilderte ihre Eindrücke, die sie in den letzten Jahren zur Frauenförderung in der Politik gewonnen hat. “Vor allem seit die AfD im Bundestag sitzt, sind die Zwischenrufe zunehmend frauenfeindlich geworden." Es sei sehr begrüßenswert, dass die AfD in Dinslaken nicht für den Stadtrat wählbar sei.

In der anschließenden Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, an welcher auch Frauen von anderen Parteien beteiligt waren, wurde dann die konsequente Umsetzung und Erweiterung des Frauenförderplans der Stadt thematisiert. Im Weiteren wurden Fragen der Frauenförderung bei Praktika, Ausbildung, Studium und Beruf, Unterstützung von Gründerinneninitiativen und der Ausbau der Frauenberatungsstellen besprochen. Nun gelte es, so der Tenor der Veranstaltung, möglichst viele Frauen in den Stadtrat zu wählen, damit diese Ideen und weitere Projekte endlich umgesetzt werden könnten

Während bei den Grünen die Reservelisten schon immer streng quotiert sind und Platz 1 der Frauenplatz ist, sieht das bei den Dinslakener Parteien deutlich anders aus. Nur SPD und Linke haben für die Kommunalwahl den Frauen auf ihren Listen mehr Platz zugestanden. Bei CDU und FDP sind weiterhin Frauen unterrepräsentiert.  Bei der FDP sind acht der zehn ersten Plätze Männer, während es bei der CDU nur eine Frau unter die ersten 10 Plätze geschafft hat. Bei „Die Partei Dinslaken“ gesellt sich eine Frau zu acht weiteren MItstreitern, während die AWG  ausschließlich mit Männern auf ihrer Ratsliste antritt.

Je nachdem wie die Wahlergebnisse sein werden, könnten im nächsten Rat in Dinslaken also tatsächlich mehr Frauen sitzen. Gerade aber auch die Bennung von Sachkundigen Bürgerinnen wird über das Verhältnis von Frauen in der Kommunalpolitik in Dinslaken entscheiden. Die Grünen haben sich dabei vorgenommen, möglichst viele Frauen in ihre Politik einzubeziehen und dem bestehenden Missverhältniss entgegenzusteuern.

Autor:

Niklas Graf (Grüne) aus Dinslaken

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