„Gemeinsam Deutsch sprechen“ im dritten Jahr

Freuen sich über die Fortführung des Projektes. Von links: Sabine Böttcher, Gerd Hollenberg (evangelische gemeinde Hiesfeld), Magdalene Schwan- Storost, Senol Keser und Dr. Nadia Kraam
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Nicht nur lernen, sondern auch anwenden

Das Projekt ist für alle geöffnet, welche die deutsche Sprache besser beherrschen wollen

Bereits im dritten Jahr läuft nun die Maßnahme „Gemeinsam Deutsch sprechen“, bei dem Wert darauf gelegt wird, den Geflüchteten im Bereich der Stadt Dinslaken nicht nur die Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln, sondern ihnen auch Gelegenheiten zu bieten, diese anzuwenden. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des KOMM.AN-Projektes über das Kommunale Integrationszentrum (KI) Wesel. „Immer wieder“, so der Integrationsbeauftragte der Stadt Dinslaken, Senol Keser, „erhalten wir Rückmeldungen, dass den Neuzugewanderten das Sprechen trotz Lernens schwer fällt, weil einfach die Gelegenheit zum Sprechen fehle“. Dies war die Intension, dieses Projekt ins Leben zu rufen. Zu diesem Zweck unternahm man Ausflüge mit den Neubürgern, fuhr nach Bonn ins Museum der Deutschen Geschichte und anderen interessanten Zielen. „Im Museum der Deutschen Geschichte in Bonn“, erinnert sich Magdalene Schwan- Storost, eine der beiden Moderatorinnen des Projektes, „sahen die aus Syrien stammenden Geflüchteten Bilder eines zerstörten Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und waren regelrecht geschockt, dass es hier auch einmal so aussah, wie jetzt in ihrer Heimat“. Auf der Rückfahrt mit dem Zug offenbarte sich ihr ein weiteres Erlebnis; die Teilnehmer wollten in Köln aussteigen und standen dort vollkommen fasziniert vor dem Kölner Dom. Jeden Mittwoch und Freitag treffen sich Schwan- Storost und ihre ebenfalls ehrenamtlich tätige Kollegin Sabine Böttcher in der Stadtbibliothek und zusätzlich Freitags in der evangelischen Kirchengemeinde Hiesfeld mit den Geflüchteten und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, um das Gelernte umzusetzen. „Wir versuchen, das Ganze so locker wie möglich zu sehen“, betonen die Moderatorinnen, „denn die Hauptsache ist, dass die Teilnehmer mit uns ins Gespräch kommen“. So sind besonders die beiden erfreut über die Weiterführung des Projektes, welches mittlerweile nicht nur Geflüchteten zu Verfügung steht, sondern jedem Bürger, der über einen Migrationshintergrund verfügt und mit der deutschen Sprache trotz eines längeren Aufenthaltes in der Bundesrepublik noch seine Probleme hat.
Die Teilnahme ist kostenlos und kann ohne Anmeldung in Anspruch genommen werden. Interessenten sind Mittwochs von 16 bis 17 Uhr und Freitags von 10 bis 11 Uhr im Lesecafé in der ersten Etage der Stadtbibliothek herzlich willkommen.
Weitere Partner der Maßnahme sind neben dem Integrationsbeauftragten die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, Dinslaken-kocht sowie die Bildungskoordinatorin für Zugewanderte vom KI Wesel, Dr. Nadia Kraam.

Randolf Vastmans

Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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