Kobras wollen Gift in der Schlangengrube speien

Training in der Schlangengrube
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30 Grad. Oder auch noch mehr! Wer denkt da an Eishockey? Niemand? Weit gefehlt. Die Dinslaken Kobras bereiten sich auf die neue Regionalliga-Saison vor.

Eishockey in Dinslaken hat eine lange Tradition. Bereits im Jahre 1982 als Dinslakener Eishockey Club (DEC) gegründet, hat der Sport bis zum heutigen Tage in Dinslaken Bestand.
Sportlicher Höhepunkt war zweifelsohne die Saison 1989/90. Der Club qualifizierte sich für die 2. Bundesliga. Finanzielle Gründe verhinderten jedoch die Teilnahme dort und es musste neu angefangen werden. Seit 1992 spielt der Club nun schon in der Regionalliga West. Damals noch als Dinslakener e.V. Seit 2002 gaben sich die Mannen um Vereinschef Christian Kühn den Zusatz „Kobras“. Damit folgte man einem Trend im Eishockey, dem Städtenamen noch einen weiteren Namenszusatz, in aller Regel aus der Tierwelt, anzufügen. In den meisten Fällen sollte der Namenszusatz dem Gegner schon vorab Angst und Furcht einjagen. Daher wählte man Namen, die beim Menschen als gefährlich gelten. Die Kobras wollen ihren Gegnern mit schnellen, wendigen Spielern, die dazu noch „giftig“ sind, die Punkte in der Dinslakener „Schlangengrube“ abnehmen.
Bisher galt der Club als bodenständig und verzichtete darauf, jedes Jahr viele neue Spieler zu verpflichten. Die Jugendarbeit stand und steht im Vordergrund. Daraus sollten Akteure für die 1. Mannschaft gewonnen werden. In diesem Jahr ist jedoch alles anders. Die Ratinger Ice Alines, auch Regionalliga West, schickten ihre Truppe aus der vergangenen Saison sozusagen von der Eisfläche in die Wüste. Nicht erfüllte Saisonziele waren der Grund. Dafür holten sie sich fünf Spieler aus Dinslaken. Und den Trainer Krystian Sikorski gleich mit.

Neuer Trainer, neue Spieler

Die Suche nach Trainer und Spielern ging also los. Nichts sollte überstürzt werden. Zeit ging vor Schnelligkeit. Zahlreiche Gespräche wurden geführt. Am Ende hatte man sich für einen Newcomer der Trainerszene entschieden. Dass mit Milan Vanek ausgerechnet jemand, der in der letzten Saison noch bei den Ratingern als Spieler unter Vertrag stand, nach Dinslaken kommt, ist reiner Zufall. Der 41-jährige gebürtige Tscheche kam bei der Dinslakener Führungsriege und den Spielern gut an.
Thomas Esser: „Wir waren mit Milan von Anfang an auf einer Linie. Mir hat seine Zielstrebigkeit, seine Direktheit und sein Ideenreichtum besonders imponiert. Ich hatte sofort ein gutes Gefühl und glaube fest daran, dass Milan der richtige Mann für die Kobras ist“, so Dinslakens sportlicher Leiter weiter.
„Ich bin zwar erst in Kürze mit meiner Trainerausbildung fertig, freue mich aber riesig, dass mir die Kobras so viel Vertrauen schenken. Ich werde alles geben und es mit guter Leistung zurückzahlen“, so Dinslakens neuer Schlangenbeschwörer weiter.
Milan Vanek musste für den Weg zur Schlangengrube noch nicht einmal sein Navigationsgerät einschalten, ging er doch bereits von 2007 – 2009 für die Giftschlangen auf Torejagd.
Damit aber auch in der kommenden Saison jede Menge Tore fallen, haben sich die Kobras natürlich auch nach neuen Spielern umgesehen. Fündig geworden sind sie zum Beispiel in Stürmer Lukas Möllenbeck. Er wird für die Giftschlangen in der kommenden Saison auf Torejagd gehen. Im Juniorenalter trug Lukas bereits zwei Jahre lang das Trikot der Dinslakener, bevor es ihn dann beruflich nach Köln zog. Dort spielte er fünf Jahre lang für die 1b der Kölner Haie. Danach schloss er sich den Eisadlern Dortmund an. In der letzten Saison machte er eine Eishockey – Pause, um sich auf die Prüfungen für sein 1. Staatsexamen konzentrieren zu können. „Auch wenn ich in Köln oder Dortmund gespielt habe, ich habe nie den Kontakt nach Dinslaken und den Kobras verloren. Ich habe viel Gutes von und über die Kobras gehört, was mir die Entscheidung leicht machte, wieder für Dinslaken aufs Eis zu gehen.“

Flutlichtspiel

Noch wird trainiert. Momentan täglich. Später zwei bis drei Mal in der Woche. Am Sonntag, dem 26.08. folgt ein erstes Testspiel. Gegner wird um 16 Uhr in der Schlangengrube der Krefelder EV 81 DNL sein. Weiter geht es mit einem Spiel gegen die Black Tigers aus Moers (Sonntag 2.9. um 19 Uhr). Ein attraktives Flutlichtspiel folgt am Freitag, dem 14.9. um 20 Uhr gegen Unis Flyers aus Heerenveen. Höhepunkt und Startschuss soll im Rahmen der Saisoneröffnung die Partei gegen die Ahoud Devils aus Nijmegen werden. (Sonntag 16.9. um 17 Uhr).
Ernst wird es dann am 23.09. Dann müssen die Kobras nach Frankfurt reisen. Gegner sind die Löwen Frankfurt. Das erste Heimspiel bestreiten die Kobras am Sonntag, dem 30.9. um 19 Uhr. Gegner in der Schlangengrube wird der EC Lauterbach sein.

Autor:

Heinz Haas aus Mülheim an der Ruhr

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