Was wird das „Kinderspiel des Jahres“ 2010 - Die Nominierungsliste der Jury Spiel des Jahres

Wann? 24.07.2010

Wo? ev. Gemeindehaus Büngelerstraße, Büngelerstraße 66, 46539 Dinslaken DEauf Karte anzeigen
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Die fünf nominierten Kinderspiele für den blauen Pöppel 20101
 
Kraken-Alarm am Springbrunnen
Dinslaken: ev. Gemeindehaus Büngelerstraße | Am 2. August werden wir es wissen, welches Spiel sich mit dem blauen Pöppel „Kinderspiel des Jahres“ schmücken darf. Zum ersten Mal findet die Verleihung getrennt von der Bekanntgabe „Spiel des Jahres“ in Hamburg statt. Damit soll der Stellenwert der Kinderspiele hervorgehoben werden. Auch die Verlage haben dieses erkannt und so finden wir mittlerweile bei den meisten Kinderspiele, vielfach auch bekannter Autoren, im Programm.

Zur Fußballweltmeisterschaft machte die Krake Paul Schlagzeilen. Vielleicht gelingt dieses ja auch Krakenpapa Kurt, der seinem Junior Kuno zur Hilfe kommt, wenn die Kinder Krakenalarm ausrufen. Und das ist immer ein besonderes Vergnügen beim Spiel von Oliver Igelhaut mit dem gleichen Namen: „Kraken-Alarm“ (KOSMOS). Die Kinder verfolgen den Weg des Pendels und hoffen, dass das Schiff wieder aufgerichtet wird, wenn es zuvor zum Kentern gebracht wurde, was den Verlust von Proviant bedeutet. Dann ist es gut, wenn man zuvor möglichst viele Meerestiere eingesammelt hat. Nicht nur die Kinder waren in meinen Spielrunden von diesem Merk- und Aktionspiel angetan.

Mit „Vampire der Nacht“ von Kirsten Becker und Jens-Peter Schliemann versucht der Verlag Drei Magier Spiele den Erfolg vom Vorjahr mit „Das magische Labyrinth“ zu wiederholen. Magnete spielen auch diesmal eine Rolle. So versuchen die Kinder mit Hilfe der magnetischen Kräfte des Wächtervampirs Knoblauchknollen über den Spielfeldrand zu schieben und einzusammeln. Doch immer wieder fallen diese durch Löcher in den Keller, Ein besonderer Reiz des Spiels ist, dass man es auch im Dunklen spielen kann. Dann leuchten Vampir, Stab und Knoblauchchips und es ist noch schwieriger diese sicher an den Rand zu bugsieren.

Ja und dunkel wird es auch für den aktiven Spieler bei „Turi-Tour“ (Selecta) von Alessandro Zucchini. Nachdem er sich den Spielplan mit den Ferieninseln und den entsprechenden Tieren eingeprägt hat, bekommt er eine Brille aufgesetzt und muss sich nur noch auf das Fühlen verlassen. Die Tiere muss er ertasten und auf die entsprechende Insel bringen oder dort abholen oder zählen, ohne dass eines der Tiere dabei umfällt. Ja oder die Aufgabenkarte schickt den Bauern zu Besuch auf die Insel mit der größten Tiergruppe. Gar nicht so einfach für unsere motorisch so agilen Kleinen.

Und Umfallen darf auch nichts bei „Panic Tower“ (Goliath) von Andrew und Jack Lawson, manch einem durch ihr „Make’n’Break“ noch bekannt. Holzklötzchen à la Jenga in drei Größen müssen auf dem neun Felder großen Spielplan gestapelt werden. Man darf zwar beide Hände dazu nehmen, aber die Freude der Mitspieler ist groß, wenn man auf den höchsten Turm noch drei Klötzchen platzieren muss. Oder gar den einen unter den anderen Turm bewegen muss. Dann schon lieber eine Auftragskarte zum ausruhen. Aber wenn man Pech hat, zieht der nächste einen Richtungswechsel und schwupp ist man schon wieder an der Reihe. Bei uns hatten die großen oft mehr Spaß beim Türmebauen als die kleinen Mitspieler.

Manfred Ludwig hat bei HABA das Kugelspiel „Diego Drachenzahn herausgebracht. Verdeckt zieht der aktive Spieler eine Zielkarte und versucht die drei Kugel in das entsprechende Fach zu rollen. Die übrigen können dann tippen, welches Fach denn wohl das Ziel war. Die Punkte werden mit kleinen Drachen am Rand der Schachtel markiert, so dass jeder den aktuellen Spielstand ablesen kann. Ja und dann blufft halt manch mal der Spieler und rollt die Kugeln so, dass die anderen ja nicht richtig tippen.

Wäre ich jetzt Krake Paul, könnte ich ja mal tippen, welches der fünf Spiele am 2. August die Nase vorn hat. Aber da ich nicht Paul heiße und auch keine Krake bin warten wir mal ab, wie sich die Jury entscheiden wird.
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