Zapfenstreich vor der Maschinenhalle
Würdevoller Abschied von der Steinkohle

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Hervest. Der Abschied von Steinkohle in Dorsten wurde am Donnerstagabend vonhunderten von Gästen und Mitwirkenden würdevoll begannen. Begonnen wurde die Veranstaltung mit einer ökumenischen Andacht in der bis auf den letzten Steh- und Sitz-Platz gefüllten Lohnhalle. Gestaltet wurde dieser gemeinsam von der evangelischen als auch der katholischen Kirche in Hervest.

Anschließend fand das weitere Programm dann bei kühlen Temperaturen im Freien auf dem Fürst-Leopold Platzes statt. Die Schützenkapelle Rhade und des Spielmannszuges Holsterhausen-Dorf zogen gemeinsam in beeindruckender Weise mit rund hundert Feuerwehrleuten von der Halterner Straße zum Platz vor die Maschinenhalle. Hierbei hatten die Feuerwehr Angehörigen zahlreiche hell scheinende Fackeln in der Hand.

Vor der historischen Halle begrüßte Bürgermeister Tobias Stockhoff die zahlreichen Anwesenden und die Ehrengäste, wie Bürgermeister aus benachbarten Städten und Mitglieder aus Politik und Wirtschaft.

Zwei gebürtige Dorstener, Dorothee Feller, als Regierungspräsidentin in Münster und Dr. Heinz-Werner Voß, der Direktor des noch bis Jahresende fördernden RAG-Bergwerks, beleuchteten in ihren Reden die Tradition und Geschichte des Bergbaus und wagten auch einen Ausblick auf die Zukunft. Hieran schloss sich dann eine Zeremonie an, die von den beiden Musikkapellen gestaltet wurden. Im musikalischen Mittelpunkt stand dabei der Große Zapfenstreich und das gemeinsam mit den Zuhörern gesungene Steiger Lied. Hierbei war gut zu sehen, dass die Zuhörer gut mitsangen und so bei dem einen oder anderen sich ein wenig Gänsehaut, nicht nur aufgrund der Temperaturen, aufstellte.

Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Tobias Stockhoff bei allen, die zu diesem tollem Abend beitragen hatten. Dies waren neben den beiden Musikkapellen, der Bergbauverein, die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die drei Ortsgruppen der Gewerkschaft IG BCE, die ev. und die kath. Kirchengemeinde in Hervest, das Creativquartier Fürst Leopold und die Veranstaltungsagentur Nightaffairs.

Abschließend nutzen noch viele Mitwirkende und Gäste die Möglichkeit zu Gesprächen und einem Austausch bei einem gemütlichen Ausklang vor und in der Maschinenhalle. Mit der Feierlichkeit wollten Stadt und Bürgerschaft Danke sagen dem Bergbau ebenso wie den Menschen, die hier über viele Generationen Arbeit und in Dorsten eine Heimat gefunden haben, die Familien gegründet, die Stadt vergrößert und bereichert haben.

Text und Fotos: Bludau

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