Zweites Vatikanisches Konzil - Kein Priesteramt für Männer

Stefan Jürgens, "Pfarrer" der "Vatikanum-2"-Gruppe, wird schon seit Wochen medial gefeiert für sein Buch "Ausgeheuchelt / So geht es aufwärts mit der Kirche", ein Konglomerat der üblichen Versatzstücke zu Zölibat, Homosexualität und Priestertum der Frau. Zu letzterem Thema wird Jürgens zitiert vom express ("Schluss mit der Heuchelei. So krank ist die Kirche – Klartext von einem Priester", 16.11.2019):
»Jesus habe zwar tatsächlich kein Priesteramt für Frauen gestiftet, aber eben auch keines für Männer. So gesehen sei die sture Haltung der Amtskirche nichts weiter "als eine uralte religiöse Ideologie innerhalb der kollektiven Sexualneurose der Kirche in unheiliger Allianz mit der Macht der Männer".«
Stimmt, das ist eine Häresie. Denn es ist als Dogma definiert: "Wer sagt, die Weihe, d.h. heilige Weihehandlung sei nicht ein wahres und eigentliches von Christus, dem Herrn eingesetztes Sakrament, ... der sei ausgeschlossen" (Neuner-Roos 635 - Denzinger 963).
Häretiker sind keine Mitglieder der Kirche (Catechismus Romanus I, 10,9; Papst Pius XII., Enzyklika "Mystici Corporis"). Speziell Stefan Jürgens ist äußerst bekannt, nicht nur wegen seines medial gefeierten Buches, sondern auch weil in Jürgens' (O-Ton express) "alter Pfarrei Heilig Kreuz in Münster sich die Initiative Maria 2.0 formierte". Von "Maria 2.0" wurde bekanntlich öffentlich dazu aufgerufen, am Sonntag nicht den "Gottesdienst" zu besuchen, sondern stattdessen vor der Kirche zu tanzen. Selbst innerhalb der V2-Logik wird die Nichterfüllung der Sonntagspflicht manchmal noch als "Todsünde" bezeichnet. Im Klartext: Todsünde als Mittel des Heils!
Es mag sein, dass in der V2-Gruppe tatsächlich die von Jürgens behauptete "kollektive Sexualneurose" wuchert. Die Kinderschänder-Skandale, die Zölibatsbrüche usw. sind dabei nur ein winziger Aspekt, u.z. bereits deshalb, weil ja nur ein winziger V2-Teil als "Kleriker" firmiert. V.a. aber werden Kinderschändungen, mögen sie auch noch so vertuscht werden, sogar von hohen V2-Repräsentanten öffentlich meist als falsch oder sogar "sündhaft" bezeichnet. Ungleich viel verbreiteter ist der offene generelle Missbrauch der Sexualität: Es wird regelrecht zu Todsünden gegen die Keuschheit aufgerufen, z.B. mit Kampfparolen wie "Stufenleiter der Zärtlichkeiten" ("Deutsche Bischofskonferenz", "Katholischer Erwachsenen-Katechismus", 1995). Als ob ein gewisser intimer Umgang vor der Ehe erlaubt oder sogar empfehlenswert sein könne! Zu den erschütterndsten sittlichen Verwahrlosungen zählt die Verklärung des Ehebruchs bis hin zur Ehebrecher-Kommunion. Zu deren aktivsten Propagandisten gehört Joseph Ratzinger, vulgo "Papst Benedikt XVI.", und nicht erst seit Jorge Bergoglio, vulgo "Papst Franziskus", ist die Ehebrecher-Kommunion V2-Alltag.
Warum bleibt Stefan Jürgens "Pfarrer", wenn er doch das Dogma resp. überhaupt die Existenz der sakramentalen Weihe ausdrücklich hartnäckig leugnet? Also weswegen a) wird er nicht von der V2-Leitung als Häretiker entlassen und b) übt er einen Beruf aus, der nach seiner eigenen Ideologie gar nicht existiert, i.e. Priester? Zu a): Die V2-Gruppe ist in ihrem Wesen radikal häretisch. Sie leugnet in ihren Statuten (Unitatis Redintegratio 3) die Heilsnotwendigkeit der Kirche. Nichtkatholische Gemeinschaften sollen "Mittel des Heils" sein. Die V2-"Theologie" strotzt von Häresien. Prinzipiell ist alles erlaubt, nur der Katholizismus ist verboten und wird ggf. äußerst schwer bestraft. Zu b): Als V2-"Priester" bekommt man, jedenfalls in Deutschland, eine riesige Menge Geld: Bereits das Durchschnittseinkommen von einfachen "Pfarrern" liegt bereits bei über 3.000 (dreitausend) Euro jeden Monat - dann noch Zulagen, Quasi-Unkündbarkeit, Altersversorgung usw. V2-Bischöfe können im Durchschnitt weit über 10.000 (zehntausend) Euro monatlich scheffeln, ggf. Dienstwagen usw. Inwieweit zudem noch die pure Lust am Zerstören des christlichen Glaubens, an der Irreführung der Menschen, inwieweit der blanke Hass gegen Gott motivierend wirken, um im "Amt" zu bleiben, wird sich auch irgendwann zeigen.
Zur Ehrenrettung von "Pfarrer" Stefan Jürgens und seiner V2-Gruppe ist allerdings zuzugeben, dass seine "Priesterweihe" tatsächlich nicht auf Christus zurückgeht. Giovanni Battista Montini, vulgo "Papst Paul VI.", ersetzte mit dem "Novus Ordo" die katholischen Sakramente durch zweifelhafte / ungültige Handlungen. Heute hält niemand ernsthaft die V2-"Bischofsweihe" für ein gültiges Sakrament. Mittlerweile gibt es also in der V2-Gruppe faktisch kein Priesteramt für Männer.

Autor:

Pater Rolf Hermann Lingen aus Dorsten

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