Der Twizy fährt nicht, er twizt durch die Stadt

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Donnerstag, 9.15 Uhr an der Kreuzung Südwall/Willy-Brandt-Ring: Auf der linken Spur ein schwarzer Porsche Cayman. Ingenieursleistung in Reinkultur, vollendetes Design und auch akustisch ein Traum. Aber: Die Passanten beachten das Traumauto kaum. Selbst der Fahrer scheint ein wenig abgelenkt zu sein. Denn neben dem Porsche steht ein ganz anderer Hingucker: Der Twizy von Renault.

Josef Heddier, Inhaber des Autohaus auf der Hardt sowie der Autohäuser in Haltern am See hatte den Flitzer für eine Probefahrt zur Verfügung gestellt. Dem Angebot kamen wir gerne nach und starteten eine Tour durch Dorsten, Holsterhausen, Deuten, Lembeck und zurück. Zwei hintereinander liegende Sitze, Flügeltüren, schicke Alufelgen, und ein extrem auffälliges Design machen aus dem Leichtkraftfahrzeug einen absolut außergewöhnlichen Stadtflitzer, der zudem richtig Spaß macht. Ein revolutionäres Fahrzeugkonzept, das Automobil und Motorroller in sich vereint. Was ebenfalls große Freude bereitet: Ein Stopp an der Tankstelle wird überflüssig. Der Kleine ist mit einem Elektromotor ausgestattet und liebt Volt und Ampere statt Diesel und Benzin.

Unsere ATH-Test-Twizy bringt 18 PS auf den Asphalt, überzeugt mit ausreichender Beschleunigung und bringt es ruckzuck auf 80 km/h. Schalten muss man nicht, der Wirkungsgrad des Elektromotors entfaltet seine Kraft in allen Drehzahlbereichen. Klar: Komfort, umfangreiche Ausstattung und großen Stauraum sucht man vergebens. Aber darum geht’s auch gar nicht. Dafür bringt der Twizy seinen Fahrer zügig, geräusch- und emissionslos durch den Stadtverkehr. Die Reichweite von 100 bis 120 Kilometern (hängt vom Fahrstil des Fahrers ab) scheint auf den ersten Blick nicht gerade üppig. Aber mal im Ernst: Wer innerstädtisch unterwegs ist, fährt selten weiter. Die mögliche Distanz liegt für ein City-Mobil über dem Mobilitätsbedarf der meisten Kunden.

Ein besonders wichtiger Punkt beim Twizy lässt sich nicht in Zahlen und Daten ausdrücken: Der Fahrspaß. Ein Fahrgefühl, das sich irgendwie zwischen Autoscooter und Kart bewegt. So könnte man die Freude am Fahren – oder besser gesagt: am Twizen - ungefähr einordnen. Gleichzeitig zieht der Kleine wirklich alle Blicke auf sich. Hin- und wieder winken andere Verkehrteilnehmer dem Franzosen auch freundlich zu. Alles in allem verkörpert der Twizy ein ungewöhnliches Konzept, das einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft geht. Einziger Wehrmutstropfen ist der Preis - unsere Version mit Flügeltüren kostet über 9.000 Euro. Hinzu kommt eine monatliche Rate für die Batterie von rund 50 Euro. Wir haben den Kleinen trotzdem sofort lieb gewonnen und trennten uns nach der Probefahrt nur ungern vom Twizy.

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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