Drei kleine Deuten
Drillings-Jungstörche durch die NWO beringt

Drei Jungstörche sind in diesem Jahr in Deuten geschlüpft.
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  • Drei Jungstörche sind in diesem Jahr in Deuten geschlüpft.
  • Foto: Anne Heßbrügge
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Drei Jungstörche sind in diesem Jahr in Deuten geschlüpft – und sie sind im wahrsten Sinne des Wortes putzmunter. Am frühen Mittwochabend (3. Juni), kurz vor dem Beringungstermin, konnte man beobachten, wie sie emsig ihr Federkleid reinigten, als wollten sie sich auf den „Besuch“ am Storchennest vorbereiten.

Viele Besucher gab es in diesem Jahr allerdings nicht. Corona-bedingt wurde der Beringungstermin nicht bekannt gegeben, um die Zahl der anwesenden Personen klein zu halten. Niels Ribbrock, Stellvertretender Geschäftsführer der Biologischen Station Kreis Recklinghausen hatte den Termin vorbereitet und gut organisiert.

Pünktlich traf der LKW mit dem Hubsteiger der Firma Baumdienst Enbergs aus Kirchhellen, ein. Die Firma Enbergs stellte den Hubsteiger kostenlos zur Verfügung. Fahrer Albin Walbrodt manövrierte das Fahrzeug in bewährter Weise zum Storchennest. Michael Jöbges, Leiter der AG Weißstorch in der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO), war vor Ort, um die Störche zu beringen. Vom Heimatverein Deuten war Anne Heßbrügge vertreten und hat die Aktion fotografisch festgehalten. Außerdem hatten drei Kinder (Inga und Tessa Ribbrock sowie Lotte Kuehn) die Gelegenheit, ganz vorsichtig einen Blick ins Storchennest zu werfen. Nach Abschluss der Beringung ging es für sie, mit Mund- und Nasenschutz bedeckt, im Korb des Hubsteigers eigens noch einmal hinauf ans Nest.

Als der Korb des Hubsteigers zur Beringung am Nest ankam, duckten sich die Jungstörche flach und bewegungslos ins Nest. Diesen natürlichen Totstell-Reflex, den die Jungstörche in den ersten vier bis sechs Wochen bei „Gefahr“ aufweisen, konnte Michael Jöbges auch hier nutzen, um die Jungstörche problemlos zu beringen. Zusätzlich bedeckte er die Köpfe der Jungstörche, um ihnen den größten Stress zu nehmen.

Michael Jöbges ist Profi. Er habe, wie er erzählt, in NRW schon an die 2.500 Störche beringt. Durch die Beringung wird jeder Jungstorch mit einer unverwechselbaren Nummer erfasst und sein weiterer Lebensweg wissenschaftlich nachvollziehbar. So erforscht die AG Weißstorch des NWO den Storchenbestand in NRW nach Standorten, Brutzeiten, Altersstruktur usw.. Zur Zeit gäbe es ca. 400 Storchen-Paare in NRW und 800 Jungstörche, sagt Michael Jöbges.

Nun sind also auch die diesjährigen Deutener Jungstörche beringt und getauft auf Namen mit dem Anfangsbuchstaben „D“. Die drei Jungstörche von diesem Jahr heißen „Duthene, Doyten und Deuten“. Duthene und Doyten sind Vorformen des heutigen Dorfnamens Deuten, also mit langer Historie und weit in die Vergangenheit reichend. Mit dieser Namensgebung verbindet sich die Hoffnung auf eine lange Tradition der Ansiedlung von Störchen in Deuten weit in die Zukunft reichend.

Quelle und Fotos: Heimatverein Deuten / Anne Heßbrügge

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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