Protest gegen bienentötende Pestizide der Bayer AG

SumOfUs und Mellifera fordern die Bayer AG auf, die Produktion und den Verkauf von Neonikotinoiden einzustellen und stattdessen alternative Produkte zu entwickeln, die nicht zum Bienensterben führen.
  • SumOfUs und Mellifera fordern die Bayer AG auf, die Produktion und den Verkauf von Neonikotinoiden einzustellen und stattdessen alternative Produkte zu entwickeln, die nicht zum Bienensterben führen.
  • Foto: Chacallot (Wikimedia)
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Schluss mit den Bienenkillern -- Bayer muss Neonikotinoide endlich vom Markt nehmen: Das fordern Vertreter der internationalen Verbraucherorganisation SumOfUs und des Vereins Mellifera e. V. vor der Hauptversammlung der Bayer AG. Die Organisationen kritisieren den Chemiekonzern für seinen verantwortungslosen Umgang mit der Umwelt durch den Verkauf von Pestiziden, die maßgeblich zum weltweiten Bienensterben beitragen.

Anne Isakowitsch, Kampagnenleiterin bei SumOfUs erklärt: “Immer mehr Unternehmen sehen ein, dass Neonikotinoide vom Markt genommen werden müssen. Dazu gehört Aldi-Süd. Der Discounter verlangt von seinen Obst- und Gemüselieferanten, auf bienentötende Pestizide zu verzichten.“ Sie kritisiert, dass der Bayer-Konzern dennoch unverdrossen an den beiden Neonikotinoiden Clothianidin und Imidacloprid festhält und sogar eine Klage gegen die Europäische Kommission führt, die vor zwei Jahren den Einsatz von bestimmten Bienenkillern weitgehend verboten hat.

„Die beiden Produkte werden mit dem massenhaften Sterben von Bienenvölkern und anderen Bestäubern in Verbindung gebracht - Insekten, von denen ein Drittel der weltweiten Lebensmittelproduktion abhängt. Dass Bayer diese Gifte weiterhin herstellt, ist eine Katastrophe für das Ökosystem und die Landwirtschaft.“

SumOfUs und Mellifera fordern die Bayer AG auf, die Produktion und den Verkauf von Neonikotinoiden einzustellen und stattdessen alternative Produkte zu entwickeln, die nicht zum Bienensterben führen.

Michael Slaby von Mellifera sagt: “Unabhängige Wissenschaftler haben 800 Studien über Neonikotinoide analysiert. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Substanzen nicht nur Bestäuber töten wie Bienen und Schmetterlinge, sondern auch für Vögel gefährlich sind. Wir verlangen von Bayer, dass sie die wissenschaftlichen Beweise für die schädliche Wirkung ihrer Pestizide endlich ernst nehmen.“

Die Vertreter beider Organisationen unterstreichen ihre Forderung mit einer Petition gegen Bayers EU-Klage, die 1,4 Millionen Menschen unterschrieben haben. Die SumOfUs-Kampagnenleiterin Anne Isakowitsch erklärt dazu: „Die breite Unterstützung für unsere Petition und der gewaltige Protest der Verbraucher macht deutlich, dass die Menschen genug davon haben, dass Bayer mit seiner Gier nach Profit unseren Planeten gefährdet. Wir fordern die Verantwortlichen des Unternehmens auf, die Klage fallen zu lassen und die Produktion dieser Neonikotinoide einzustellen.”

Fotos der Aktion finden Sie hier.

Links:

Petition an Bayer.

Gegenantrag zur Bayer AGM.

Kampagnenseite von Mellifera.

SumOfUs ist eine internationale Verbraucherorganisation, in der sich mehr als 10 Millionen dafür einsetzen, dass große Konzerne für ihr Handeln Verantwortung übernehmen müssen.

Autor:

Lokalkompass Dorsten aus Dorsten

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