Lärmbelastung bleibt Thema in Östrich
Bürgerforum trifft sich mit Straßen.NRW und Landtagsabgeordneten Hübner

Vertreter der Behörde sahen bei einer Vor-Ort-Begehung, die auf Initiative des Östricher Bürgerforums und des Dorstener Landtagsabgeordneten Michael Hübner stattfand, wenig Handlungsmöglichkeiten.
  • Vertreter der Behörde sahen bei einer Vor-Ort-Begehung, die auf Initiative des Östricher Bürgerforums und des Dorstener Landtagsabgeordneten Michael Hübner stattfand, wenig Handlungsmöglichkeiten.
  • Foto: Werner Kapteinat
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Die Landesbehörde Straßen.NRW macht Bürgern in Östrich und Hardt wenig Hoffnung auf neue Lärmschutzmaßnahmen bei der Sanierung des letzten noch unsanierten Streckenabschnitts der A31.

Vertreter der Behörde sahen bei einer Vor-Ort-Begehung, die auf Initiative des Östricher Bürgerforums und des Dorstener Landtagsabgeordneten Michael Hübner stattfand, wenig Handlungsmöglichkeiten. „Es ist bedauerlich, dass auf diesem Wege nicht schon etwas Positives für die Anwohner hier in Östrich erreicht werden konnte. Grundsätzlich müssen wir uns deshalb für geringere Lärmgrenzwerte einsetzen. Dann werden auch mehr Schutzmaßnahmen möglich“, meint Hübner, der sich nun an die dafür zuständigen Bundespolitiker wenden will.

Bei dem Treffen, das Hübner im Nachgang eines Gesprächs mit dem Östricher Bürgerforum angeregt hatte, erläuterten die Vertreter von Straßen.NRW den anwesenden Östricher und Hardter Bürgern ausführlich die Lärmschutzbestimmungen und die geplanten Baumaßnahmen bei der Sanierung der A31 auf Östricher Gebiet. Hierbei wurde deutlich, dass die Lärmschutzbestimmungen für die A31 auf Östricher und Hardter Gebiet eingehalten werden.

Grundlage dafür ist eine Simulationsrechnung der Lärmbelastung. Dem Vorschlag aus den Reihen der Anwohner, stattdessen die tatsächliche Lärmbelastung zu messen, erteilten die Behördenvertreter einen Absage. Die berechneten Lärmwerte würden die realen Bedingungen korrekt wiedergeben und in diesem Fall sogar eher noch über dem realen Lärm liegen. Wenig überzeugt waren davon die Anwohner, die darauf hinwiesen, dass der Lärm bei bestimmten Windkonstellationen in einigen Bereichen von Östrich und Hardt unerträglich sei. Trotzdem habe Straßen.NRW keine rechtliche Grundlage für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen, die nur vorgenommen werden dürfen, wenn bestimmte Lärmgrenzwerte überschritten werden.

Ein weiterer Vorschlag der Östricher Bürger war, durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung die Lärmbelastung zu reduzieren. Zwar befürchtet der SPD-Politiker Hübner, dass die reelle Lärmbelastung durch diese Maßnahme nur geringfügig sinken würde, denn die Hauptverursacher von Lärm – LKW – wären davon ohnehin nicht betroffen. Trotzdem nahmen Hübner und der ebenfalls anwesenden Bürgermeister Tobias Stockhoff (CDU) diese Idee auf und wollen sich bei der zuständigen Bezirksregierung über Möglichkeiten für ein streckenweises Tempo-Limit informieren. „Auch wenn in der Vergangenheit leider unsere parteiübergreifenden Initiativen des Stadtrates abgelehnt wurden, werden wir erneut diesen Versuch unternehmen“, so Stockhoff. Auch beim Thema „Geschwindigkeitsbegrenzung“ gäbe es klare gesetzliche Vorgaben.

Aber nicht nur die A31 macht den Ohren der Östricher Bürger zu schaffen. Die betroffenen Bürger beklagten beim Gespräch, dass die Lärmbelastung durch die Landesstraße Königsberger Allee die A31 manchmal sogar überträfe. Hier versprach der Abteilungsleiter Verkehrsplanung der Stadt Dorsten, Christoph Möllers, dieses Thema im Zusammenhang mit dem städtischen Lärmaktionsplan zu prüfen und mit einer anderen Dienststelle von Straßen.NRW in Kontakt zu treten.
Straßenlärm wird die Östricher also weiterhin begleiten – nicht nur als Thema der nächsten Versammlung des Östricher Bürgerforums.

Quelle: Werner Kapteinat

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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