Bundesstraße 224: Drei rein, eine raus

Im Moment sind die Spuren auf der B224 noch klar aufgeteilt. Die Bürgerinitiative „Stoppt A 52 Essen“ fordert nun eine flexiblere Lösung, die sich am Verkehrsaufkommen orientiert. Foto: Archiv
  • Im Moment sind die Spuren auf der B224 noch klar aufgeteilt. Die Bürgerinitiative „Stoppt A 52 Essen“ fordert nun eine flexiblere Lösung, die sich am Verkehrsaufkommen orientiert. Foto: Archiv
  • hochgeladen von Oliver Borgwardt

Die Bürgerinitiative "Stoppt A52 Essen" regt an, die Verkehrssituation auf der B224 / Gladbecker Straße mit einem System sogenannter "Wechselspuren" zu entschärfen. Je nach Verkehrsaufkommen solle mal dem Süd-, mal dem Nordverkehr eine zusätzliche Spur zugewiesen werden.

"Die technischen Möglichkeiten, morgens zeitweise drei der insgesamt vier Fahrspuren auf der Gladbecker Straße nur für den Verkehr stadteinwärts bzw. am späten Nachmittag nur für die Nordrichtung vorzuhalten, müssen endlich ernsthaft mit allen Konsequenzen für Kreuzungsumbauten, Ampelinstallationen, möglichen Ausweichverkehren und Umbaukosten in einem Gutachten geprüft werden", fordern die Aktivisten Dieter Ziemek und Joachim Drell stellvertretend für die Initiative.

"Die zeitweise Kapazitätserweiterung durch Wechselspuren ist aber kein Allheilmittel", geben die Autoren zu bedenken. "Grundsätzlich kann die Überlastung der Gladbecker Straße als Nord/ Südachse vom und zum Essener Zentrum nur mit einem Gesamtverkehrskonzept verschiedenster Maßnahmen bekämpft werden." Dazu zählt die Initiative mögliche Verbesserungen beim Bahn-, Bus- und Radverkehr, die dringend nötig seien. Die derzeitige Situation sehe nämlich so aus: "Wer ohne Privat-PKW von Essen in Richtung Norden nach Bottrop, Gladbeck, Dorsten oder Marl fahren will, stößt auf vielfältige Schwierigkeiten: Mehrfaches Umsteigen beim ÖPNV, damit doppelt bis dreifacher Zeitverbrauch oder auf unzumutbare Zustände überörtlicher Radwege. Verbesserungsansätze insbesondere im Bahnverkehr, sind zwar vorhanden, werden aber bislang nur halbherzig mit eher marginalen Auswirkungen umgesetzt."

Dass diese Maßnahmen erhebliche Kosten verursachen würden, ist der Initiative bewusst. Dennoch würden diese Investitionen "erheblich weniger Bau- und Betriebskosten wie auch ökologische Kollateralschäden verursachen, als ein A 52-Weiterbau", so die Aktivisten.

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