DIE LINKE. Dorsten kommentiert
Gahlen einmal anders

Das idyllische Gahlen, über das wir an dieser Stelle berichtet haben, entpuppt sich zugleich als ein Ort schier unglaublicher Gaunereien. Der ehemalige Prokurist einer Ziegelei versuchte sich einer Festnahme zu entziehen, indem er einen Selbstmord vortäuschte und dann in Namibia untertauchte. Kurz gesagt, er wurde geschnappt und vor kurzem verurteilt zu fünf Jahren Haft. Ihm wurden nachgewiesen Bestechung und Steuerhinterziehung.

Aber dann lässt der Reporter durchblicken, dass dies sozusagen noch der harmlosere Teil der Straftaten ist. Das Hauptverfahren gegen den Prokuristen wurde abgetrennt. Der Angeklagte ist verantwortlich für das Verbuddeln von 30 000 Tonnen giftiger Ölpellets in der Tongrube der Ziegelei. Die Staatsanwaltschaft hat für die Bearbeitung dieser Angelegenheit aber keine Zeit mehr.

Das Bürgerforum, das sich in Gahlen zu diesem Skandal gebildet hat, fürchtet jetzt, dass das Verfahren eingestellt werden könnte. Aus Zeitmangel. Die Bürger haben aber ein großes Interesse daran, dass die illegalen Machenschaften um die Ölpellets aufgedeckt und geahndet werden.

(Zum entsprechenden Artikel der Dorstener Zeitung)

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