Betrüger unterwegs: Heißer Asphalt und Wucherpreise

Aufgehackt und liegengelassen: Schlaglöcher zeugen vom Besuch der unlauteren Asphaltanbieter. Fotos: Manfred Kramer
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"Wir hätten da noch Asphalt übrig, sollen wir ihre Einfahrt schnell machen?" So oder so ähnlich fängt die Abzocke an, die seit Jahren von mobilen Teerkolonnen unternommen wird. Jetzt gab es auch in Dorsten Betroffene.

Ein blauer Geländewagen mit britischem Kennzeichen hielt am Freitag an der Sperberstraße in der Feldmark. Zwei Männer mit schottischen oder irischem Akzent erklärten einem der Anwohner, sie seien Bauarbeiter und hätten noch etwas Teer von den heutigen Arbeiten übrig. Ob sie damit nicht die Ausfahrt ausbessern sollten? Für Gotteslohn, versteht sich - denn der Teer müsse sonst weggekippt werden.

Der überrumpelte Anwohner hatte noch gar nicht richtig darüber nachdenken können, da schlugen schon die Spitzhacken in den Bodenbelag der Einfahrt. Kaum waren die Löcher gehackt und der Schaden entstanden, verkündeten die vermeintlichen Bauarbeiter, der Asphalt koste nun 25 Euro pro Quadratmeter. Ein Wucherpreis, der fast das Doppelte der allgemein üblichen Gebühr beträgt.

"Als dann ein Polizeiwagen um die Ecke kam, ging der Rädelsführer seelenruhig zu seinem Auto", erzählt Manfred Kramer, der die Betrüger beobachtet hatte. "Er warf die Schaufel in den Laderaum und fuhr weg, ließ seinen Mitarbeiter einfach stehen". Der zurückgelassene Mann wurde von der Polizei befragt und die Personalien mittels seines schottischen Passes festgestellt. Zwar gelang es den Beamten, den Chef des Mannes noch ans Telefon zu bekommen, aber persönlich begegneten sie ihm nicht mehr.

Ergebnis für die Anwohner: Eine kaputte Einfahrt und jede Menge Ärger. Die Polizei rät: Wer Besuch von den betrügerischen Asphaltverkäufer bekommt, sollte ihr Angebot auf jeden Fall ablehnen und die Polizei benachrichtigen.

Aufgehackt und liegengelassen: Schlaglöcher zeugen vom Besuch der unlauteren Asphaltanbieter. Fotos: Manfred Kramer
Autor:

Oliver Borgwardt aus Gladbeck

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