Busse lassen Scooterfahrer einfach stehen

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Für die Barkenbergerin Ina Herm sind schwierige Zeiten angebrochen. Denn für ihre Mobilität ist sie auf einen E-Scooter angewiesen. Doch dieser wird nun seit Anfang Dezember in den Bussen der Vestischen nicht mehr mitgenommen.

So bleibt sie nun an Bushaltestellen hilflos zurück und für das Taxi fehlt einfach das Geld. „Es ist eine Katastrophe, denn nun komme ich hier überhaupt nicht mehr alleine weg. Für mich sind beispielsweise alle Fachärzte, Optiker oder auch größere Einkaufsmöglichkeiten nicht mehr zu erreichbar“, berichtet die 57-jährige gehbehinderte Frau. Alternativ kann sie für einen Arztbesuch einen Taxischein bei ihrer Krankenkasse beantragen.

„Aber das dauert vier Tage und in dringenden Fällen stehe ich dann da“, erzählt Ina Herm aus Erfahrung. Hintergrund ist ein Gutachten des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und das daraus resultierende Verbot für den Transport der E-Scooter. Auf eine Beschwerde von Ina Herm reagierte die Vestische nur mit einem Formschreiben und weist darin daraufhin, dass elektrische Rollstühle hiervon nicht betroffen sind. „Damit ist mir aber nicht weiter geholfen“, sagt die 57-jährige, die laut Schwerbehindertenausweis auf diese Gehhilfe angewiesen ist und auch schon die Bus-Jahreskarte für 2015 ausgestellt bekommen hat.

„Meine Krankenkasse genehmigt mir neben dem E-Scooter keinen elektrischen Rollstuhl. Außerdem kann ich mich im Gegensatz zu behinderten Person, die im Rollstuhl sitzen, im Notfall selbst festhalten und auch trotz, das ich im E-Mobile sitze auf dem Boden abstützen. Des Weiteren ist der Schwerpunkt meines Gefährtes viel tiefer, als beispielsweise ein Kinderwagen, der aber erlaubt ist. Man fühlt sich richtig hilflos und diskriminiert, dass macht mich richtig wütend.“

Ina Herm hofft nun auf eine Sondergenehmigung der Vestischen, wie es sie beispielsweise in Münster für E-Scooter bis 6 km/h gibt. „Von mir aus mache ich auch einen Test mit, dann zeige ich denen, wie ich jahrelang problemlos mit dem Bus gefahren bin“, so Ina Herm.

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Foto Bludau aus Dorsten

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