Lebenshilfe Dorsten
Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf das Leben von Menschen mit Behinderungen

Was sich als generalisiertes Problem zeigt, ist für besonders für Anfällige – und damit gefährdete – Personengruppen und deren Angehörige um ein Vielfaches intensiver.
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Die Corona-Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, was sich in vielen Bereichen des Lebens wiederspiegelt.Schulen werden geschlossen, Kinder müssen betreut und Angehörige in Pflegeheimen nicht besucht werden und Firmen gehen in Kurzarbeit. Was sich als generalisiertes Problem zeigt, ist für besonders für Anfällige – und damit gefährdete – Personengruppen und deren Angehörige um ein Vielfaches intensiver.

Menschen mit Behinderungen sind aufgrund dessen in dieser Zeit besonders schutzbedürftig – gleichzeitig ist dies eine Situation, die für sie und auch deren Angehörige und Unterstützer, z.B. in Wohneinrichtungen, sehr belastend ist.

Der erhöhte Betreuungsbedarf durch Kita- und Schulschließungen trifft Eltern von Kindern mit Behinderungen hart. Die besonderen Unterstützungsbedarfe, bedingt durch körperliche, geistige oder emotionale Einschränkungen, können aufgrund von Corona nur schwer von Hilfesystemen aufgefangen werden.

Mit der kurzzeitigen Schließung der Frühförderung oder des Integrativen Familienzentrums in Dorsten hatten Kinder mit Behinderung kaum Möglichkeit, sich in dieser Zeit mit Unterstützung entsprechender Förderung weiterzuentwickeln, während gleichzeitig der Betreuungsbedarf in der häuslichen Umgebung anstieg.

Personen, die eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung besuchen, büßten durch die Schließung derer ihre Tagesstruktur und ihre sozialen Kontakte ein.

Was für viele in dieser Zeit gewöhnlich erscheint, muss Menschen mit Behinderung zum Teil erst umfangreich erklärt werden. Ebenso wie z.B. die Maskenpflicht oder auch die zeitweise völlige Besuchssperre in Wohnstätten der Behindertenhilfe.

Gleichzeitig bedeutet dies einen erhöhten Unterstützungsbedarf in den verschiedenen Wohnformen – umfassender Aufklärungsbedarf zu Corona war und ist vorhanden, es musste von einen auf den anderen Tag eine Tagesstruktur aufgebaut werden.

Eine „Normalität“ mit geregelten Abläufen, die für viele Menschen mit Behinderung wichtig ist, gab und gibt es kaum noch.

Während die Anbieter der Wohnformen die tagesaktuellen Vorgaben umsetzten, mussten Mitarbeiter parallel auf die besonderen Bedürfnisse ihrer Nutzer eingehen während die Träger gerade in der ersten Phase der Corona-Pandemie um ihre zeitweise unklare wirtschaftliche Absicherung besorgt waren.

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Maßnahmen etabliert, um diesen Zeitraum zu überwinden. Ein spezieller YouTube-Kanal wurde ins Leben gerufen und durch die Corona-Soforthilfe können mittlerweile wieder Angebote zur Entlastung von Familien gemacht werden.

Der Schritt in die „Corona-Normalität“ erscheint indes unlängst länger als für Menschen ohne Behinderung – z.B. aufgrund von geistigen Fähigkeiten oder Vorerkrankungen.

Quelle: Lebenshilfe Dorsten

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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