Damit in der Adventszeit wirklich nur die Kerzen brennen

Robert Gurk, Kreisbrandmeister des Kreises Recklinghausen, weist auf die Rauchmelderpflicht hin, die ab Januar 2017 gilt.
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  • Robert Gurk, Kreisbrandmeister des Kreises Recklinghausen, weist auf die Rauchmelderpflicht hin, die ab Januar 2017 gilt.
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Wenn im Advent der Duft von Zimt und Orangen in der Luft hängt, brennen in den meisten Wohnungen auch Kerzen und verbreiten warmes Licht. Doch aus dem weihnachtlichen Traum kann schnell ein Albtraum werden: Ein kleiner Funke und ein Augenblick der Unachtsamkeit können ausreichen, um einen Adventskranz in Sekundenschnelle in Brand zu setzen. Trifft ein Funke auf den trockenen Tannenbaum, steht schnell das ganze Zimmer in Flammen.

Bundesweit gibt es jährlich ca. 200.000 Brände – besonders viele davon in der Weihnachtszeit, denn im Dezember schnellen die Zahlen der Zimmer- und Wohnungsbrände jedes Jahr in die Höhe. Immer wieder ergeben die Ermittlungen der Polizei als Brandursache unbeaufsichtigt brennende Kerzen. Auch die Zahl der Brandverletzungen, insbesondere bei kleineren Kindern, steigt in der Weihnachtszeit sprunghaft an.

Dabei ist es schon mit einfachen Vorkehrungen möglich, schlimmeres zu verhindern: „Lassen Sie niemals Kinder allein mit Kerzen in einem Raum, auch nicht für kurze Zeit. Löschen sie brennende Kerzen, auch wenn sie nur kurz den Raum oder das Haus verlassen. Bewahren Sie Feuerzeuge und Zündhölzer außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Brennende Kerzen sollten immer einen festen Stand auf einem nicht brennbaren Kerzenständer haben und von brennbaren Materialien ferngehalten werden“, sagt Robert Gurk, Kreisbrandmeister des Kreises Recklinghausen.

Robert Gurk rät: „Schauen Sie, wie Ihr Adventskranz gestaltet ist und ob die Kerzen einen nicht brennbaren Ständer haben! Echte Kerzen am Weihnachtsbaum stellen ein besonderes Risiko dar: Stellen Sie den frischen Baum ins Wasser, halten Sie Abstand von leichtentzündlichen Gegenständen, befestigen Sie die Kerzen mit nicht brennbaren Haltern sicher und mit ausreichendem Abstand zu anderen Zweigen. Außerdem ist es empfehlenswert, immer einen Eimer Wasser, besser einen geprüften Feuerlöscher in der Nähe des Weihnachtbaumes bereitzustellen.“ (Hinweise gibt es auch auf Youtube unter dem Schlagwort: Weihnachtsbaumbrände sind vermeidbar.)

Als gute und sichere Alternative zu echten Kerzen zählen elektrische Lichterketten, allerdings sollte bei diesen Artikeln auf Prüfsiegel, wie z. B. das VDE-Symbol (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e. V.) geachtet werden, damit der sichere Einsatz der elektrischen Artikel gewährleistet ist. Aber auch bei elektrischer Beleuchtung ist darauf zu achten, dass kein Wärmestau entsteht, wenn Dekorationen oder sonstige Abdeckungen auf den Glühlampen oder LEDs liegen, kann sich auch durch elektrische Beleuchtung ein Brand entwickeln.

„Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Brand, sollten Sie unverzüglich über den Notruf 112 die Feuerwehr verständigen. Eigene Löschversuche sollten Sie nur einleiten, wenn dies gefahrlos möglich ist. Schließen Sie, soweit möglich, die Tür zum Brandraum. Warnen Sie alle gefährdeten Personen und bringen Sie sich und andere unverzüglich in Sicherheit. Verlassen Sie die Wohnung, warnen Sie alle Hausbewohner und bringen Sie sich im Freien in Sicherheit", sagt der Kreisbrandmeister.

Natürlich gilt auch in der Weihnachtszeit: „Rauchmelder retten Leben“. Schlafräume, Kinderzimmer und Flure sollten mindestens damit ausgestattet sein, ab dem 1. Januar 2017 sind die Geräte ohnehin Pflicht.

Übrigens: Rauchmelder eignen sich auch als Weihnachtsgeschenk. Sie gelten zwar nicht als besonders romantisch, aber sie zeigen dem Beschenkten, dass man gerne noch viele Jahre mit ihm verbringen möchte.

Hintergrundinfo: In der Weihnachtszeit steigt die Zahl der Brände, laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), noch einmal um 40% an.

Text und Fotos: Markus Terwellen

Robert Gurk, Kreisbrandmeister des Kreises Recklinghausen, weist auf die Rauchmelderpflicht hin, die ab Januar 2017 gilt.
Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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