Tricks werden immer dreister
Falsche Polizisten hören Gespräche mit der Polizei ab

Mittlerweile nutzen falsche Polizisten sie die sogar Warnhinweise der echten Polizei, um jegliche Zweifel bei ihrem Opfer auszuräumen.
  • Mittlerweile nutzen falsche Polizisten sie die sogar Warnhinweise der echten Polizei, um jegliche Zweifel bei ihrem Opfer auszuräumen.
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"Kriminalpolizei", dröhnt es aus dem Telefonhörer. Hier spricht Oberkommissar Schrader und ich muss Sie warnen: Ihr Vermögen ist in großer Gefahr!"

Die Anrufe der sogenannten falschen Polizeibeamten erreichen täglich immer noch viele Menschen. Allein in der Zeit von Dienstag auf Mittwoch wurden neun dieser Anrufe im Kreis Wesel angezeigt, bei denen es glücklicherweise nur bei Versuchen blieb.

Doch die Betrüger werden zunehmend raffinierter, ihre Masche immer dreister. Mittlerweile nutzen sie die sogar Warnhinweise der Polizei, um jegliche Zweifel bei ihrem Opfer auszuräumen.

Die Täter stellen einen Telefonkontakt mit ihrem potentiellen Opfer her und fordern es auf, aus dem laufenden Gespräch heraus die 110 zu wählen. Das Ungeheuerliche dabei: Damit haben die Ganoven die Möglichkeit, das Gespräch zwischen Ihnen und der echten Polizei mitzuhören und Detailerkenntnisse zu erlangen. Diese wiederum nutzen sie anschließend für weitere Taten. Erstmalig sind die Betrüger damit im Raum Bochum aufgefallen.

Doch wie funktioniert diese Masche? Und wie kann ich mich schützen?

Die Täter bauen eine sogenannte Telefonkonferenz auf. Damit ist es möglich, während eines laufenden Gesprächs ein weiteres Telefonat zu führen, ohne vorher aufzulegen. Der erste Gesprächspartner kann also alles mithören, was mit dem zweiten besprochen wird.

Daher der dringende Appell der Polizei: Beenden Sie das Gespräch mit dem angeblichen Kriminal- oder Polizeibeamten und legen Sie auf, bevor Sie die 110 wählen. Nur so können Sie das Mithören der falschen Polizisten verhindern. Und immer daran denken: Die echte Polizei erfragt weder die Vermögensverhältnisse, noch nimmt sie Geld und Wertgegenstände "vorübergehend" in Verwahrung. 

Die Bitte der Polizei an alle Enkelkinder, Töchter und Söhne: Klären Sie ältere Menschen über diese neue Masche auf! Lassen Sie nicht zu, dass ihre Tante, Großmutter oder Ihr Großvater in die Falle tappt.

Quelle: Kreispolizeibehörde Wesel

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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