Reiserückkehrer mit Delta-Variante im Gepäck
Impfung mit Blick auf Mutanten immer wichtiger

Die Delta-Variante hält auch im Kreis Recklinghausen weiter Einzug. Auffällig ist dabei, dass die Indexpersonen, bei denen die Mutation als erstes nachgewiesen wird und die dann wiederum weitere Personen anstecken, immer öfter im Zusammenhang mit Auslandsreisen stehen.
  • Die Delta-Variante hält auch im Kreis Recklinghausen weiter Einzug. Auffällig ist dabei, dass die Indexpersonen, bei denen die Mutation als erstes nachgewiesen wird und die dann wiederum weitere Personen anstecken, immer öfter im Zusammenhang mit Auslandsreisen stehen.
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Die Delta-Variante hält auch im Kreis Recklinghausen weiter Einzug. Auffällig ist dabei, dass die Indexpersonen, bei denen die Mutation als erstes nachgewiesen wird und die dann wiederum weitere Personen anstecken, immer öfter im Zusammenhang mit Auslandsreisen stehen.

Wer mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland reist, muss sich vor Abflug einem Schnell- oder Labor-Test unterziehen. Nur wer einen negativen Test vorweisen kann, darf die Rückreise antreten. "Diese Tests sind ein wichtiges Instrument, um schon bestehende Infektionen nachzuweisen", erklärt Dr. Jutta Hullmann, Leiterin des Gesundheitsamts des Kreises Recklinghausen, "doch sie sind auch immer nur eine Momentaufnahme. In den vergangenen Wochen hat sich leider häufiger im Nachgang herausgestellt, dass das Virus aus dem Urlaub mitgebracht wurde."

Aktuell melden sich pro Tag im Schnitt knapp 200 Einreisende bei der Kreisverwaltung. Die meisten von ihnen kehren aus der Türkei zurück, aber auch andere beliebte Reiseziele wie Spanien, Ägypten oder England werden häufig genannt. "Gefährlich wird es vor allem in Ländern, die Einwohnern und Besuchern nur noch wenige Regeln zum Schutz gegen das Corona-Virus auferlegen, oder in bekannten Partyhochburgen wie in Lloret de Mar oder auf Mallorca", so Dr. Hullmann weiter.

Impfung als Lösung

"Niemand möchte Reisen verbieten. Nach den vielen Monaten der Pandemie habe ich großes Verständnis dafür, dass die Menschen mal wieder etwas anderes als die eigenen vier Wände sehen möchten. Damit das ohne den Verlust von Sicherheit möglich ist, können die Impfungen gegen das Corona-Virus die Lösung sein." Experten gehen von einer notwendigen Impfquote von 85 Prozent aus, um die Delta-Variante im Schach zu behalten. Bislang sind in NRW etwas über 60 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft. "Jetzt ist die Chance, sich impfen zu lassen. Der Impfstoff ist da, das Impfzentrum des Kreises auf dem Konrad-Adenauer-Platz bietet seit Freitag sogar spontane Impfungen ohne Termin an. Ich kann nur alle dazu aufrufen, sich impfen zu lassen", appelliert Hullmann. Besonders möchte sie auch die jungen Erwachsenen auf die Impfung hinweisen, da das Gesundheitsamt in dieser Gruppe noch immer die meisten Infektionen feststellt. "Die Impfung im Impfzentrum ist aktuell für alle ab 16 Jahren möglich", erklärt sie.

Bislang wurde die als sehr ansteckend geltende Delta-Variante des Corona-Virus im Kreis Recklinghausen 39 Mal nachgewiesen. Das Gesundheitsamt geht aber wie das Robert-Koch-Institut (RKI) davon aus, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Infektionen auf diese Variante zurückgehen. Seit Ende Mai gilt Delta laut Weltgesundheitsorganisation WHO als "Variante of Concern" (VOC), also als besorgniserregende Variante. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die aktuell zugelassenen Impfstoffe auch gegen die Delta-Variante schützen und mindestens einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Anfang Mai wurde sie zum ersten Mal in Kreis Recklinghausen nachgewiesen. Dieser Fall stand bereits im Zusammenhang mit einer Auslandsreise.

Quelle: Kreis Recklinghausen

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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