Großer Beratungsbedarf
Jahresbericht der Caritas Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Dorsten

Das Foto zeigt v.l.n.r:  Vera Tewes, Karin Schuhte, Anne Rentmeister, Sylvia Ebbing, Axel Stolt und  Claudia Stasch.
  • Das Foto zeigt v.l.n.r: Vera Tewes, Karin Schuhte, Anne Rentmeister, Sylvia Ebbing, Axel Stolt und Claudia Stasch.
  • Foto: Ralf Weihrauch
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Der Bedarf an den Angeboten der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Dorstener Caritas ist weiterhin sehr groß. Das geht aus dem Jahresbericht für 2018 hervor, den die Einrichtung jetzt veröffentlicht hat.

Im vergangenen Jahr haben sich 349 Familien in der Beratungsstelle an der Halterner Straße beraten lassen, davon waren 262 Fälle Neuanmeldungen. Von den 349 Beratungsfällen, von denen 278 abgeschlossen worden sind, waren weibliche (173) und männliche (176) Klienten in vergleichbarer Anzahl vertreten. Im Jahr 2018 lag bei einem überwiegenden Großteil der Beratungsfälle (80%) der Schwerpunkt auf der Arbeit mit Familien, deren Kinder unter 21 Jahre alt waren. Das bedeutet, dass ein Großteil unserer Beratung unter Einbeziehung der Familie der angemeldeten Klienten stattfand. Bei 14% lag der Schwerpunkt in der Arbeit mit unter 21-jährigen Klienten in Einzelberatungen.

Neue Leitung der Beratungsstelle

Anne Rentmeister, die seit Oktober in der Beratungsstelle tätig ist, hat im März 2019 die Leitung der Beratungsstelle übernommen und Frauke Endler abgelöst. Die Psychologin hebt die Multiprofessionalität ihres siebenköpfigen Teams hervor: „In unserem Beratungsteam sind neben einer Sekretärin und einer Teamassistentin außerdem Sozialarbeiter, Sozial- und Heilpädagoginnenen mit unterschiedlichen Weiterbildungen, und eine Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin vertreten. Somit sind wir in der Lage unsere Klienten auf unterschiedlichen Eben zu beraten.“ Daher sei es auch immer möglich, die Philosophie der Beratungsstelle zu verfolgen: „Wir verstehen Beratung als einen Prozess. Wir legen daher großen Wert darauf, dass die Mehrzahl der Beratungen mehr als nur ein Gespräch umfassen.“

Themenspektrum ist breit gefächert

Das Themenspektrum der Beratungen ist Jahr für Jahr breit gefächert. Die Belastung durch familiäre Konflikte hatte mit 30,7 % den größten Anteil an den Beratungsgesprächen. Dabei geht es unter anderem um Familien, in denen es Konflikte zwischen Partnern gibt, eine Trennung stattfindet oder stattgefunden hat, oder in denen es nach einer Trennung zu Sorgerechts- und Umgangsstreitigkeiten kommt. Es folgten Beratungsgespräche über Entwicklungsauffälligkeiten (24,6%) und Auffälligkeiten im Sozialverhalten (12,5%), aber auch viele andere Themenbereiche. 

Erziehungskompetenzen stärken

„In den Beratungsgesprächen kann es dann zum Beispiel darum gehen, wie die Eltern mit bestimmten Verhaltensweisen der Kinder am besten umgehen können. Unsicherheiten können geklärt werden, Eltern werden in ihrer Erziehungskompetenz bestärkt, Jugendlichen und Kindern kann ein neutraler Ansprechpartner geboten werden, an den sie sich mit verschiedenen Themen wenden können“, so Anne Rentmeister. Häufig gehe es auch darum, Beziehungen und Kommunikation innerhalb der Familie zu verbessern. Dafür bietet die Beratungsstelle je nach Bedarf Einzel-, Paar- oder Familiengespräche an.

Fallübergreifende Kooperationen

Die Vielzahl der Themen macht es auch notwendig, dass fallübergreifend Kooperationen mit anderen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten entstehen. Da hebt Anne Rentmeister ganz besonders die Zusammenarbeit mit den Familienzentren hervor: „Wir haben mittlerweile 13 Kooperationsverträge mit den Dorstener Familienzentren, in denen wir unter anderem Sprechstunden anbieten können. Eltern wird es so ermöglicht in vertrauter Umgebung niederschwellige Beratungsgespräche wahrzunehmen.“ Aufgrund einer hohen Nachfrage werden seit Dezember 2018 im Rahmen der Familienzentrum-Kooperationen außerdem jeweils zwei Supervisionsgruppen für Mitarbeiter im Gruppendienst und Leitungsfunktionen angeboten.

Kontaktdaten

Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche hat ihren Sitz an der Halterner Straße 28. Sie ist unter der Telefonnummer 02362/7411 oder unter der E-mail-Adresse erziehungsberatung@caritas-dorsten.de zu erreichen.

Interessierte Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können dort einen Termin vereinbaren oder ohne Anmeldung die wöchentliche offene Sprechstunde (mittwochs, 15-16 Uhr) aufsuchen.

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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