Dorstener Läufer besiegen die Berge

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Unglaubliches Bergauf und Bergab

Vier Dorstener Ultra-Läufer starteten erfolgreich beim Zugspitz-Trail. Sie vollbrachten auf der Strecke rund um die Zugspitze und das Wettersteingebirge etwas, das für den „Normalläufer“ unvorstellbar ist.
Jörg Berg, Ludwig Grütering und Rüdiger Littwin gingen mit 450 weiteren Teilnehmern im Supertrail an den Start. Ihre Strecke: 68,8 Kilometer mit 3100 Meter im Anstieg und 3500 Meter im Abstieg.
Noch extremer unterwegs war Henry Luerweg. Er wagte sich an den Ultratrail. Die 570 Teilnehmer dieses Laufes hatten auf 100 Kilometern 5400 Meter im Anstieg und die gleiche Zahl im Abstieg zu laufen.
Los ging es um für ihn um 07:15 Uhr in Grainau auf einer Höhe von 750 Metern. Nach etwa 30 Kilometern befand er sich auf über 2200 Metern, dem höchsten Punkt der Strecke. Bis Kilometer 40 ging es dann weitestgehend bergab. In diesem Streckenteil stießen die drei Läufer des Supertrails hinzu, die um 09:00 Uhr in Leutasch-Weidach starteten. Es warteten auf sie nicht nur weitere Berge mit über 2000 Metern. Schneefelder und der Trail über Stock und Stein forderten volle Konzentration. Hinzu kam, dass sie in die Nacht hinein liefen und die Strecke allein mit ihren Kopflampen ausleuchten mussten. Die letzten 20 Kilometer hielten noch eine gewaltige Herausforderung bereit. Auf 10 Kilometern ging es in völliger Dunkelheit und bei aufkommender Nachtkälte von 800 Metern hinauf auf 2030 Meter zur Bergstation der Alpspitzbahn. Wer glaubte, es hier geschafft zu haben, wurde enttäuscht. Der Abstieg auf 750 Meter erwies sich in der Dunkelheit als außerordentlich schwierig. Die Strecke war glitschig und jeder Schritt musste wohlüberlegt sein.
Aber alle vier ließen sich nicht entmutigen. Selbst der ein oder andere Ausrutscher mit einer unsanften Landung auf dem Hosenboden verhinderte nicht den Zieleinlauf in Grainau. Und die positiven Eindrücke überwiegen. Anders ist nicht zu erklären, dass Jörg Berg nach nur einem Tag Erholung äußerte: „Da werde ich nächstes Jahr wieder starten“.
Natürlich ist bei einem solchen Lauf allein das Ankommen schon ein Sieg. Die Ergebnisse sind gleichwohl erwähnenswert:
Jörg Berg und Ludwig Grütering: beide 14 Stunden und 12 Minuten (Platz 287 und 288 des Gesamteinlaufs und 35 und 36 Platz ihrer Altersklasse M50)
Rüdiger Littwin: 15 Stunden und 11 Minuten (Platz 322 und Platz 47 der Altersklasse M60)
Henry Luerweg: 21 Stunden und 4 Minuten (Platz 255 und Platz 4 der Altersklasse M60)

Autor:

Helmut Rentmeister aus Dorsten

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