Rhader Fußball-Damen vor Aufstieg in die Westfalenliga

„Glückwunsch und viel Erfolg in der Westfalenliga.“ Peter Steinkamp, Trainer des BSV Heeren, brachte es nach der 1:5-Niederlage seines Teams gegen den FC Rhade auf den Punkt: Die Landesligadamen können Meisterschaft und Aufstieg nur noch mit ganz viel Dummheit verspielen.
„Ich bin stolz auf mein Team, unglaublich stolz!“ Trainer Dennis Kallwitz wusste nach dem Abpfiff kaum wohin mit seiner Freude. Natürlich über drei weitere Punkte (jetzt 55 von 57), natürlich über den greifbaren Aufstieg, vor allen Dingen aber über eine bärenstarke Leistung beim Tabellenzweiten, der sein erklärtes Saisonziel, nämlich den sofortigen Wiederaufstieg, mit der gestrigen Niederlage endgültig abgehakt hat.
Vom Anpfiff an präsentierte sich der FC Rhade aggressiv und schnell nach vorne spielend – und kam schon nach zwölf Minuten mit genau dieser Taktik auf die Siegerstraße. Ein langer Ball auf Christina Schimpke, die allein auf die Torfrau zulief und überlegt zum 1:0 für Rhade einschoss. Das 2:0 für Rhade in der 24. Minute war fast eine Kopie des ersten Treffers, diesmal war es Luisa Strauch, die für Rhade traf.
Hätten die Rhaderinnen ihre Riesenchancen bis zum Pausenpfiff genutzt, wäre die Partie längst entschieden gewesen, aber sechs sogenannte „Hunderprozentige“ wurden nicht verwandelt, unter anderem weil Lisa Kohlstrung im Heerener Tor ein ums andere Mal prächtig parierte. Statt der klaren Führung zur Halbzeit wurde es eng, denn für Heeren traf in der 38. Minute Marleen Holtsträter mit dem ersten und einzigen wirklich gefährlichen Heerener Angriff zum 1:2-Anschluss.
Die zweite Halbzeit gehörte zunächst dem BSV Heeren, der seinen letzten Meisterschaftsträume nachjagte, aber in der 62. Minute fiel mit dem 3:1 für Rhade durch Luisa Rotondaro - ein sicher verwandelter Abpraller - die endgültige Entscheidung.
Für Rotondaro kam in der 67. Minute die nach einer Schulterverletzung noch leicht gehandicapte Pia Schute ins Spiel, die mit einem Doppelpack den 5:1-Endstand für Rhade herstellte. Zunächst in der 72. Minute mit einem erfolgreichen Solo an der gegnerischen Torfrau vorbei und in der 88. Minute verwandelte sie nach einem Foul an ihr selbst sicher den dafür fälligen Strafstoß.
Aus den verbleibenden fünf Spielen braucht der FC Rhade nur noch sieben Punkte, um auch rechnerisch nicht mehr vom Meisterthron gestürzt werden zu können. Wenn es nicht noch ganz große Überraschungen gibt, kann der FC Rhade spätestens am 3. Juni die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Westfalenliga feiern. Und zwischendurch und fast nebenbei wollen die Rhader Fußballfruen auch noch den DFB-Kreispokal gewinnen. Das Finale gegen SW Röllinghausen findet am 24. Mai statt.

Rhade: Bollenberg, Heumer (76. Tekülve), Lojack (82. Heitmann), Hoyer, Wewers, Bruns, Schulte-Bocholt, Strauch, Rotondaro (67. Schute), Schimpke, Stallmann
Tore: 0:1 Schimpke (12..), 0:2 Strauch (24), 1:2 Holtsträter (38.), 1:3 Rotondaro (62.), 1:4 Schute (72.), 1:5 Schute (FE 88. Minute)

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